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Zeitschrift der Universität für Bodenkultur Wien
1 / März 2008

Ingela Bruner und Rupert Seidl Erste Rektorin Österreichs und Erster Promovent sub auspiciis an der BOKU Forschungsstimulierungsprogramm des Rektorats Beratung und Tipps für angehende Studierende







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03.12.2007 13:44:37 Uhr


Editorial
Liebe Kolleginnen und Kollegen der BOKU, liebe Freunde der BOKU!

Das Jahr 2008 hat für mich mit der ebenso schönen wie symbolträchtigen Feier der Inauguration als Rektorin der BOKU be-gonnen: „600 Jahre nach der gründung der ersten Universität und 100 Jahre nach der ersten Zulassung einer Frau zu einem Studium in Österreich" stehe ich nun als erste Frau an der Spitze einer österreichischen Universität, wie Bundespräsident heinz Fischer bei der akademischen Feier am 28. Jänner sagte. Mir erscheint es derart normal, dass eine Frau eine Universität leitet, dass ich nach wie vor von der gesamten Aufmerksamkeit überrascht bin! Das mediale Interesse nutze ich gerne, um mich für die BOKU einzusetzen und um bildungspolitisch Position zu beziehen.
Speziell freut es mich, dass ich gemeinsam mit Rupert Seidl feiern durfte, der als erster BOKU-Absolvent „sub auspiciis" promo-vierte. Es war eine wunderbare „Doppelfeier"! Er ist ein junger Mensch, der mir besonders viel Freude bereitet, mit seinem sozi-alen Engagement neben seinen ausgezeichneten Studienleistungen, das auch in seiner beeindruckenden Rede zum Ausdruck kam. Lesen Sie in diesem heft bitte nach. nicht zuletzt geht mir auch unsere gemeinsame Verbundenheit mit Schweden nahe, wo er auf Anregung seiner Freundin Evelyn ein Auslandssemester verbracht hat. Junge Menschen wie er zeigen mir, dass wir mit unserem BOKU-Ansatz, der auf Ausbildung und Bildung sowie auf die Mobilisierung und Förderung der vielfältigen Talente zielt, richtig liegen. Die Bedeutung der Lehre an der BOKU wollen wir an die der Forschung heranführen und ihr unsere Aufmerksamkeit und Wert-schätzung entgegenbringen.
Mit Dankbarkeit nehme ich die Unterstützung meiner Kollegen an, die der Vizerektoren Martin gerzabek, Lothar Matzenauer und Erich Seyer, des Senatsvorsitzenden gerd Sammer, des Uniratsvorsitzenden hans Tuppy und des Altrektors hubert Dürrstein, mit dem mich immer mehr verbindet. Jeder neue Tag meiner Amtszeit bringt mir aufs neue Freude über die Menschen an der BOKU und die, die der BOKU so gut gesinnt sind, außergewöhnliche Menschen, die sich mit vielen der großen Fragestellungen unserer Gesellschaft auseinandersetzen und durch ihren Reflexionsprozess und ihr Engagement zur Einzigartigkeit der BOKU beitragen – als eine Universität mit Bewusstsein, unverzichtbar für eine gesellschaft mit Verantwortung.
Ebenso unvergesslich wie die akademische Feier wird mir das Fest der Bundesländer am Abend im Palais niederösterreich blei-ben, das wir dank der gäste in so wunderbarer Stimmung feiern konnten. Möglich war das nur wegen der vielen Einzelpersonen, die hier so großartig mitgewirkt haben und denen ich hier noch einmal danken möchte: Bärbel Kovarik für die gesamte Organisati-on und das Zeremoniell, Ingeborg Sperl für die gesamte Öffentlichkeitsarbeit, dem BOKU-Chor und der Vienna Skyline Big Band, die für den musikalischen Rahmen am Vormittag sorgten, Andreas Schildberger und dem ZID-Team, die den Film gestalteten für den so viele spontan ja sagten, als ich fragte, ob ich sie interviewen dürfte: Eva Baldrian, Florin Florineth, Martina Fröhlich, Man-fred Gronalt, Bernadette Gruber, Mathias Jungwirth, Rudolf Krska, Thomas Neudorfer, Alexandra Plank, Antje Potthast, Thomas Die Eintritts-Karte in die Welt. Rosenau, gerda Schneider, Maria Schuster, Monika Sieghardt, Karl Stampfer, helmut Wagentristl und Daniel Zach – sehen Sie sich unseren Film an, hören Sie die tollen Stellungnahmen zur BOKU! Jetzt gratis für Studenten.
Ich freue mich auf ein neues Jahr an der BOKU! Ingela Bruner Die BankCard StudentID – Österreichs einzige Maestro Bankomatkarte mit weltweit gültigem ISIC-Studenten-
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BOKU InSIghT 1 / 2008 / 3
03.12.2007 13:44:37 Uhr Inauguration des Rektorats Rupert Seidl: Erste Promotion sub auspiciis praesidentis RP-7: neue Chancen Forschung in Kürze Forschungsservice FAQs Internationale Konferenzen an der BOKU Verena-Preis an gerald Koglbauer natürliche Malariabekämpfung Designing Shanghai Boku4You - Studienberatung Franz Schneider – 1. Önologie-Bachelor My Second home / Erasmus Transatlantische Kooperationen Internationales in Kürze Fortbildungsprogramm gender-Sprache – Schwere Sprache? Impressionen vom BOKU-Ball 4 / BOKU InSIghT 1 / 2008
Inauguration des Rektorats
Akademische Feier und Fest im stilvol en Ambiente

Am 28. Jänner 2008 fand im Festsaal der Universität für Bodenkultur im Beisein zahlreicher hochrangiger Gäste die offizielle Amtseinführung des neuen Rektorats statt, das seit 1. Oktober 2007 die geschicke der BOKU lenkt. Bundespräsident heinz Fischer, der Rupert Seidl den Ehrenring zu dessen Sub-auspicis-Promotion überreichte, beehrte den Festakt ebenso mit seiner Anwesenheit wie der Minister für Wissenschaft und Forschung, Johannes hahn, der Vorsitzende der Universitätenkonferenz, Christoph Badelt, die Bundesministerin a.D. Eleonore hostasch und der schwedische Botschafter hans Lundsborg wie auch viele Rektoren und Vizerektoren österreichischer Universitäten und aus den befreundeten nachbarländern.
Der Universitätsratsvorsitzende hans Tuppy begrüßte mit hen Ziel, mit Erfolg das gewählte Studium zu absolvieren. Die berührenden Worten die zahlreich erschienenen Ehren- Rektorin würdigt diese Entscheidung und ist der festen Über-gäste im zum Bersten gefüllten Festsaal der BOKU un- zeugung, dass „auch wir als Universität hierfür eine sehr hohe ter reger Teilnahme der Medien. nach Begrüßungsworten Verantwortung tragen: die Verantwortung zu informieren." Sie des Senatsvorsitzenden gerd Sammer ließ Altrektor hu- führte weiter aus: „Wir wählen einen neuen Zugang (das kon-bert Dürrstein kurz seine eigene Amtszeit Revue passieren. krete Vorprojekt hat soeben begonnen) und entwickeln an der BOKU ein „interaktives Inskriptionsverfahren", das den Interes- Er dankte seinem Rektoratsteam und seinen engsten Mitarbei- sentinnen und Interessenten die Möglichkeit geben wird, sich tern für die konstruktive Zusammenarbeit, die von Kompetenz, vorab mit der BOKU auseinanderzusetzen, einzutauchen, sich Loyalität und Vertrauen geprägt gewesen sei. Als Symbol für zu begeistern, aber auch die Anforderungen realisitisch einzu-zukünftiges Wachstum überreichte er seiner nachfolgerin In- schätzen."gela Bruner eine Zirbe aus dem BOKU-eigenen Pflanzgarten Knödelhütte. Universitätsratsvorsitzender hans Tuppy würdig-te, als er Dürrstein die Rektorskette abnahm, die geradlinigkeit, Offenheit und Zielstrebigkeit, mit der dieser sein Amt ausge-führt habe.
nach der symbolischen handlung der Amtsübergabe an das neue Führungsteam, die Überreichung der goldenen Ketten und einer musikalischen Einleitung durch den BOKU Chor er-griff die Rektorin das Wort und hob in ihrer programmatischen Antrittsrede die Bedeutung der Lehre hervor, die sie strategisch an jene der Forschung heranführen wolle – mit der Mobilisie-rung und Förderung der vielfältigen Talente.
Uniratsvorsitzender BM a.D. Univ.Prof. Dr. Hans Tuppy, Senatsvorsitzender O.Univ.Prof. DI Dr. Die BOKU glaubt an die Jugend und ihre Potentiale. Die BOKU Gerd Sammer, Rektorin DI Dr. Ingela Bruner und ihr Amtsvorgänger Univ.Prof. Dipl.-Fw. Dr. Hubert Dürrstein lauschen den Worten des Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer, Foto: ZID lehnt daher kategorisch den numerus Clausus für Studienan-fängerinnen und -anfänger ab. Sie sei davon überzeugt, sagte An der BOKU gilt doppelte Kompetenz, wie Ingela Bruner Rektorin Bruner, dass es beim künftigen Erfolg in einem hohen ausführte: Exzellenz in Forschung und Lehre, Wissen und Er-Ausmaß auf die Persönlichkeiten ankomme. Die BOKU baue fahrungen – repräsentiert durch die forschungsgeleitete Leh-auf Engagement und Individualität und vermittle Fähigkeiten, re der internen Lehrenden, ergänzt durch die Praxis externer die den jungen Menschen erlauben sollen, Aufgaben zur Lö- ExpertInnen – sowie Bildung und Ausbildung, die einander er-sung gesellschaftlicher Fragestellungen qualifiziert zu überneh- gänzten. „Für beides muss Zeit und Freiraum sein", sagte die men.
Rektorin. „Für beides muss Verständnis und Unterstützung vor-handen sein. Die Ausbildung kennzeichnet ein hohes Maß an Die BOKU begleitet bei einer Lebensentscheidung. Jede junge Praxisbezug und angewandter Wissenschaft und Forschung. Frau und jeder junge Mann steht bei der Wahl eines Studiums Bildung erhebt den Anspruch gesellschaftlicher Verantwortung. vor einer wichtigen Entscheidung mit dem langfristigen und ho- Beide ermöglichen Eigenverantwortung und Selbstreflexion." BOKU InSIghT 1 / 2008 / 5
Um dem außergewöhnlichen Ruf der BOKU gerecht zu dass die BOKU eine offene Universität bleiben möge mit dem werden, kündigte Ingela Bruner ein neues, departmentüber- besonderen geist, der hier herrsche – geprägt durch die greifendes Berufungskonzept an. einzelnen Menschen ebenso wie durch den Zugang zu Frage-stellungen der gesellschaft, das Zulassen unterschiedlicher Die BOKU fördert den nachwuchs: Unter diesem Titel Positionen und die Bereitschaft, Verantwortung zu überneh-präsentierte die Rektorin dem Publikum ihr „Antrittsgeschenk": men.
Aus Anlass der Inauguration wurden drei Fonds gegründet: Der Fonds zur Intensivierung der Betreuung in der Lehre soll Freiräume in der Lehrbeauftragung schaffen und ist ab Som-mersemester 2008 mit 300.000 Euro jährlich dotiert. Das Ziel: die Qualität der Betreuungsverhältnisse zu heben und den drittmittelfinanzierten Nachwuchs gleich zu behandeln, denn drittmittelfinanzierte junge WissenschaftlerInnen sind in Projek-ten eingesetzt und nur ausnahmsweise in die Lehre eingebun-den. Der Fonds soll dazu dienen, diese Personen auch in der Lehre einzusetzen, aber auch um die in den Serviceeinrichtun-gen vorhandenen Kompetenzen durch Lehrbeauftragungen zu nutzen.
Der Fonds zur Förderung studentischer Initiativprojekte bezieht sich thematisch auf die Entwicklung der BOKU und wird mit 150.000 Euro jährlich dotiert sein. Die geförderten Projekte Bundespräsident Dr. Heinz Fischer würdigt den historischen Augenblick, Foto: ZID entstehen unter wissenschaftlicher Betreuung und in Zusam-menarbeit mit den Serviceeinrichtungen. Die Calls des Rekto- Bundespräsident heinz Fischer hob die historische Dimensi-rats für 2008/09 sind: „Raumordnung Türkenschanze", „Positio- on der Veranstaltung hervor – mehr als 600 Jahre nach der nen der BOKU zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen", gründung der ersten Wiener Universität und 100 Jahre nach „Konzepte für unsere Versuchs-, Lehr- und Forschungsstät- der Zulassung der ersten Frau zu einem Universitätsstudium ten", „Kommunikation mit unseren Studierenden", „Interaktives in Österreich sei nun die erste Rektorin ins Amt eingeführt Inskriptionsverfahren", „Kinder BOKU".
worden. Er dankte jenen, die den üblichen langen Weg vom verbalen Bekenntnis zur realen handlung verkürzt hätten und Der Fonds zur Förderung des nachwuchses in der Forschung bezog sich damit auf ein Zitat des Philosophen Ernst Bloch, das steht unter der Verantwortung des Vizerektors für Forschung dieser anlässlich der 600-Jahr-Feier der Uni Wien 1965 prägte: und ist für die Rektoratsperiode mit insgesamt 500.000 Euro „Die Universitäten sollen der gesellschaft nicht eine Schleppe dotiert.
nachtragen, sondern ihr eine Fackel voraustragen!" Die BOKU setzt auf eine dynamische Entwicklung. Die Rek- Fest im Palais Niederösterreich
torin erläuterte das Vier-Standorte-Konzept der BOKU und
ergänzte mit dem klaren hinweis, dass die Türkenschanze das War der Vormittag den symbolischen Akten der Amtsübergabe
herz der BOKU ist und bleibt. Den Abschluss Ihrer Rede widme- gewidmet, bot das abendliche Fest im Palais niederösterreich
te die Rektorin den Studierenden mit dem Wunsch: „hier auf der den prunkvollen Rahmen zum Feiern mit Freunden. Rund 400
Türkenschanze sollen das neue hörsaalzentrum und ein eige- gäste waren der Einladung gefolgt und lauschten prominen-
nes haus der Studierenden mit einem offenen Konzept entste- ten Rednern wie dem niederösterreichischen Landesrat Josef
hen".und schloss: „Es bleibt uns viel zu tun!"
Plank (in eigenem namen und in Vertretung des Landeshaupt-mannes von niederösterreich), selbst BOKU-Absolvent, die die Im Anschluss an ihre Antrittsrede überreichte Ingela Bru- Bedeutung dieser Universität betonten.
ner dem Promoventen Rupert Seidl die Urkunde, die seine Doktorwürde bestätigt sowie zwei geschenke, wie sie sagte: Das Die Vizerektoren präsentierten ihre Pläne, und als besondere Versprechen für eine Lehrbeauftragung sowie eine Förderung Überraschung hatte das ZID-Team um Andreas Schildberger für seine persönliche fachliche Weiterbildung in höhe von noch einen ganz speziellen Film vorbereitet: Im gespräch mit 10.000 Euro. Zum Abschluss äußerte die Rektorin den Wunsch, Rektorin Bruner schilderten VertreterInnen der verschiedenen 6 / BOKU InSIghT 1 / 2008
Uniratsvorsitzender BM a.D. Univ.Prof. Dr. Hans Tuppy legt Rektorin DI Dr. Ingela Bruner die Die Rektorin ließ es sich nicht nehmen, die abendliche Festveranstaltung selbst zu Amtskette um, Foto: ZID gruppen an der BOKU ihre sehr persönliche und spontane Sicht der Institution, an der sie tätig sind. Atmosphärisch dicht und überzeugend wurde so der „BOKU-Spirit" dokumentiert, ein gutes Fundament für die Zukunft.
Landesrat von NÖ, DI Dr. Josef Plank gratuliert Rektorin DI Dr. Ingela Bruner zur Inauguration Rektorin DI Dr. Ingela Bruner legt Vizerektor Dr. Erich Seyerl die Amtskette um (li: Vizerektor Dr. Ingeborg Sperl sorgte für die gebührende Bärbel Kovarik organisierte die gesamte Dr. Lothar Matzenauer, re: Vizerektor Univ.Prof. DI Dr. Martin Gerzabek), Foto: ZID Das Land niederösterreich stellte dankenswerterweise das Pa- Link:
lais zur Verfügung, die weiteren Bundesländer spendeten jede Text der Rede anlässlich der Inauguration, Video
Menge Ergänzungen zum Buffet, stellten den wunderschönen „BOKU-Stimmen" – Rektorin Ingela Bruner im gespräch mit
Blumenschmuck (Wien) und die Musik (giovanni Quintett, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BOKU und Videos der
Salzburg), als Zeichen, dass die BOKU in ihrer singulären Reden von Senatsvorsitzendem gerd Sammer sowie dem
Ausrichtung auch die Universität für alle Studierenden aus den Promoventen „sub auspiciis", Rupert Seidl
Bundesländern ist.
Für den Erfolg dieses denkwürdigen Tages zeichneten vie-le verantwortlich, allen voran Bärbel Kovarik für die gesamte Veranstaltungsorganisation und Ingeborg Sperl für die Öffent-lichkeitsarbeit samt allen helferinnen und helfern.
BOKU InSIghT 1 / 2008 / 7
Erste BOKU-Promotion sub auspici s
Rupert Seidl – eine Erfolgsgeschichte

Um „sub auspiciis praesidentis" promovieren zu können, musste Rupert Seidl harte Kriterien erfüllen: Von der Oberstufe bis zum Doktoratsabschluss kann er ausschließlich „Ausgezeichnete Erfolge" vorweisen – von seinen Schulzeugnissen über die Diplom-prüfungen bis zu allen Teilen des Rigorosums. Dennoch ist er bescheiden: „Da spielen viele Faktoren zusammen, manche konnte ich beeinflussen, mit anderen war ich einfach gesegnet", sagt der 28-Jährige. Die Einzigartigkeit dieser Leistung zeigt sich aber auch darin, dass der Bundespräsident am 28. Jänner 2008 zum ersten Mal den Ehrenring an den Finger eines Doktors der Bo-denkultur steckte.
Rupert Seidl wurde am 5. Mai 1979 geboren und wuchs in in Joensuu, Finnland, und eine Summer School am Internatio-Straß im Attergau, Oberösterreich, auf. Als Sohn eines Förs- nal Institute for Applied Systems Analysis (IIASA).
ters wurde sein Interesse für den Wald schon in seiner Kindheit geweckt. Rupert Seidl absolvierte die höhere Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft in Bruck an der Mur, die er mit ausgezeichne-tem Erfolg abschloss. In Bruck an der Mur lernte er 1995 auch seine Freundin kennen. nach Ableistung des Präsenzdienstes als Einjährig Freiwilliger inskribierte Rupert Seidl 1999 Forst-wirtschaft an der BOKU und schloss das Diplomstudium 2004 mit Auszeichnung ab. Das darauf folgende Doktoratsstudium am Institut für Waldbau beendete er im vergangenen Juni.
neben seinen fachlichen Interessen spricht Rupert Seidl meh-rere Sprachen – neben Englisch auch Schwedisch und ein klein wenig Russisch – und engagiert sich ehrenamtlich in einer notschlafstelle für Obdachlose. Die verbleibende Freizeit ver-bringt er bevorzugt mit Literatur und lebt eine Passion für alter- Bundespräsident Dr. Heinz Fischer steckt DI Dr. Rupert Seidl den Ehrenring an, native Musikkultur.
Was ihn an dem Tag bewegte, als er von Rektorin Ingela Bruner In seiner wissenschaftlichen Arbeit setzt sich Rupert Seidl die Doktorwürde und vom Bundespräsidenten heinz Fischer
hauptsächlich mit Fragen zur Auswirkung des Klimawandels den Ehrenring entgegennahm, lesen Sie am besten in seinen
auf Waldökosysteme auseinander. Methodisch entwickelt eigenen Worten – in seiner
und verwendet er dazu vor allem Simulationsmodelle. Einen
Schwerpunkt seiner Forschungsinteressen bildet die Entwick- Rede zur Promotion sub auspiciis
lung von Anpassungsstrategien in der Waldbewirtschaftung. An
der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis geht er da- Sehr geehrter herr Bundespräsident, Frau Rektorin, meine
bei der Frage nach, wie eine nachhaltige Mehrzweck-Waldwirt- Damen und herren: Lassen Sie mich zu Beginn meine ganz
schaft auch unter geänderten Klimabedingungen möglich ist.
besondere Freude darüber ausdrücken, heute hier Teil dieser Feier sein zu dürfen. 111 Jahre nach der ersten Zulassung einer Für seine akademischen Leistungen erhielt herr Seidl bereits Frau an einer österreichischen Universität macht die Uniland-mehrere Auszeichnungen, darunter ein Förderstipendium der schaft heute, mit der Inauguration der ersten Rektorin, endlich BOKU, den Förderpreis der Stiftung „120 Jahre Universität für einen weiteren Schritt auf dem Weg zur normalität. Einer nor-Bodenkultur" sowie den Würdigungspreis des Bundesministers malität, die auch im 21. Jahrhundert leider noch immer keine für Wissenschaft und Forschung. In Vorträgen auf internationa- Selbstverständlichkeit darstellt. Dabei freut es mich natürlich len Konferenzen und peer-reviewed Artikeln in Fachzeitschriften besonders, dass sich „meine", „unsere" BOKU als erste Uni-hat Rupert Seidl seine Arbeiten bereits erfolgreich der Scientific versität zu diesem Schritt – ja buchstäblich: „durchgerungen" Community präsentiert. Internationale Erfahrung sammelte er hat. herzliche gratulation auch von mir an Frau Rektorin Bru-darüber hinaus durch ein Auslandssemester in Schweden, ein ner und Ihr Team.
dreimonatiges Scholarship am European Forest Institute (EFI) 8 / BOKU InSIghT 1 / 2008
Lassen sie mich diese gelegenheit aber auch nützen, mich DissertantInnen und Post-Docs – die der wahre Innovati-zu bedanken. Bedanken bei all jenen Menschen, die es mög- onsmotor der Universität sind. Es stimmt nachdenklich, dass lich gemacht haben, dass ich heute hier stehen kann. Men- genau an dieser Stelle oft geradezu Zynismus ansetzt, eine schen, die zu allererst die notwendigen Rahmenbedingungen Perspektivlosigkeit, eine systematische Prekarisierung. Wo geschaffen und die die Entwicklung eines fragenden, kritischen bleibt da, beim wissenschaftlichen Rückgrat der Universität, geistes gefördert haben. Danke dafür – allen voran an meine die viel zitierte nachhaltigkeit, zum Beispiel in der Personalent-Eltern, meine Familie. Aber auch all den LehrerInnen im weite- wicklung; wo der längst überfällige Tenure Track und die Mittel ren Sinn, in Schulen, an der Universität, sowie den KollegInnen für einen Kollektivvertrag? Optionen für Menschen mit Visio-und FreundInnen. Im speziellen danke an meinen Doktorvater nen, das würde ich mir wünschen.
Manfred Lexer für beides: Inspiration und Kritik, vor allem aber für das Teilen einer tiefen neugierde und ein „sich nicht zufrie-den geben" mit dem einfachen Weg. Auf diesem Weg, über manchmal raue See, was würde da alle navigationskunst der Welt nützen ohne einen Fixstern am Himmel? Danke Evelyne, dass du dieser Stern in meinem Leben bist.
Gerade heute, wo mit dieser Auszeichnung der quantifizierbare Teil meiner Ausbildung im Rampenlicht steht, ist es mir wichtig, auch jenen Teil anzusprechen, der für mich in meiner persönli-chen Entwicklung einen mindestens ebenso hohen Stellenwert einnimmt: nämlich die soziale Komponente, die Interaktion mit Menschen, gedanken, Ideen. Studieren, das war für mich Rektorin DI Dr. Ingela Bruner, Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, DI Dr. Rupert Seidl, immer mehr, als Vorlesungsstoff zu verinnerlichen und zu reproduzieren. Studieren war und ist für mich waches, Ich bin der festen Überzeugung, dass die BOKU die Schlüs-umfassendes Verstehen, Reflektieren, auch einmal über den selthemen der Zukunft von einer nachhaltigen Ressourcennut-Tellerrand schauen. Wenn ich so zurückblicke, ist das vielleicht zung bis zur Biotechnologie unter einem Dach vereint. gerade einer der spannendsten Aspekte dieser Entwicklung von der deshalb, so meine ich, ist die BOKU bestens aufgestellt, die Mittelschule bis zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbei- integralen und interdisziplinären Ansätze zu entwickeln, die ten: Man kommt der „Lehrmeinung" immer näher, bis zu jenem nötig sind, um den Problemen des 21. Jahrhunderts zu begeg-Punkt, wo sie sich zu dekonstruieren beginnt, also wo man nen. „Alles Leben ist Problemlösen", postuliert Karl Popper. als Studierender auf einmal, Seite an Seite mit den Professo- Und wer sollte darum besser geeignet sein, den Problemen der rInnen, an dieser Scientific Frontier steht – darin liegt meiner Zukunft zu begegnen als die BOKU, die sich selbst als die Uni-Meinung nach auch das große Potential der humboldt'schen versität des Lebens definiert. Ich freue mich auf diese gemein-Idee, für ProfessorInnen wie für Studierende. Und wenn wir samen herausforderungen.
noch einen Moment bei humboldt bleiben: „Freiheit ist die erste und unerlässliche Bedingung für Bildung", sagt dieser – Studieren, das hat für mich nicht nur in den hörsälen und Semi-narräumen stattgefunden, sondern zum Beispiel auch im TÜWI; an Orten, die genau jene Freiheit bieten, auch aktuelle gesell-schaftliche Debatten zu reflektieren und kontextualisieren. Auch dafür möchte ich mich bedanken, bei all jenen Menschen, die das ermöglicht haben. Weil mir durchaus bewusst ist, dass dies in Zeiten von „speed kills" und dem studiengebührenge-triebenen Imperativ der Mindeststudiendauer keine Selbstver-ständlichkeit ist. Danke für das Schaffen dieser Räume, dieser geistigen wie physischen Frei-Räume.
Rektorin DI Dr. Ingela Bruner überreicht DI Dr. Rupert Seidl Urkunde über 10.000 Euro Weiterbildungsförderung, Foto: ZID Meiner Meinung nach ist genau das das Umfeld, in dem das zarte Gewächs „Exzellenz", um dieses sperrige Wort zu ge-brauchen, gedeihen kann. Wenn ich mich unter meinen Kolle-gInnen so umsehe, fühle ich mich darin durchaus bestätigt: Da sehe ich mich als Teil einer gruppe von motivierten Menschen – BOKU InSIghT 1 / 2008 / 9
Die BOKU-DOCS
Neues Forschungsstimulierungsprogramm des Rektorats

Martin H. Gerzabek, Vizerektor für Forschung Die Entwicklung der Universitäten hängt in einem hohen Maß In unserer jetzigen Initiative wollen wir noch einen Schritt weiter vom Engagement des wissenschaftlichen nachwuchses ab. gehen. Durch Anlehnung an das FWF-Begutachtungsverfahren hier gilt es, motivierend und unterstützend tätig zu werden, – mit vom FWF ausgewählten gutachtern – und mit Doktoran-um insbesondere jene zu fördern, die Talent und Passion zur denstellen, die nach FWF-Sätzen finanziert werden sollen, wird Forschung mitbringen. Es liegt natürlich zumeist an Betreue- eine aktive nachwuchswissenschafterInnen-Förderung imple-rinnen und Betreuern, hier die notwendigen Rahmenbedingun- mentiert.
gen zu schaffen. Die BOKU möchte in den kommenden Jahren dabei Unterstützung bieten.
Unterstützt werden dabei Projekte, die unsere drei Leitvor-haben und die darin eingebetteten Forschungscluster bzw. Das Rektorat hat beschlossen, ein Forschungsstimulierungs- unsere Kompetenzfelder weiterentwickeln, und wenn möglich programm (BOKU-DOCS), also eine über die Zielvereinba- auch die interne Vernetzung, so etwa zwischen den Stand-rungen mit den Departments hinausgehende aktive Förde- orten der BOKU, verstärken. Der erste Call wird im Juni rung der Entwicklung der Forschung an der BOKU zu starten. erfolgen, mit einer Einreichfrist im September. gefördert wer-Wie manche von Ihnen vielleicht wissen, hat es an der BOKU den pro Jahr vier dreijährige Dissertationsstipendien plus bereits in der Vergangenheit – initiiert von Altrektor Prof. März – Sachmittel, sodass in drei Jahren voraussichtlich ständig zwölf interne Forschungsstimulierungsprogramme gegeben und wir Doktorandinnen und Doktoranden aus diesen internen Exzel-haben damit hervorragende Erfahrungen gemacht. In vielen lenzmitteln finanziert sein werden. Wir halten dies für einen Fällen ist gerade aus solchen Projekten eine besonders aktive wesentlichen Beitrag zur Förderung des wissenschaftlichen Arbeitsgruppe hervorgegangen oder ein neuer Arbeitsbereich nachwuchses an der Schnittstelle zwischen Studierenden und entstanden.
UniversitätslehrerInnen. Wir hoffen auf rege Beteiligung! - neuen Kultivierungsverfahren, umweltschonender holz- gewinnung und neuen Aufforstungsmethoden sowie - Arbeiten an der „Wertschöpfungskette holz", die die forstliche holzproduktion, die holzbe- und -verarbeitung sowie die holzverwendung in ganzheitlicher Weise ein-beziehen, verliehen.
kommt mit einer Dotation von EUR 30.000,- zur internati- Der Josef-Umdasch-Forschungspreis kann an in- und ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ver- Dieser Preis wird für hervorragende Leistungen auf dem liehen werden, die herausragende Forschungs- und Ent- gebiet der holz- und Forstwissenschaften unter besonde- wicklungsarbeiten auf den oben beschriebenen gebieten rer Berücksichtigung von - neuerungen und Verbesserungen sowie Umweltfragen bei der holzbe- und -verarbeitung und holzverwen-dung, 10 / BOKU InSIghT 1 / 2008
RP-7: Neue Chancen im Südosten
Forschungskooperation mit Slowenien, Bulgarien und den Westbalkanländern

Martin Felix Gajdusek Die Austrian Science and Research Liaison Offices (ASOs) in Sofia und Ljubljana unterstützen im Auftrag des Bundesministeri-ums für Wissenschaft und Forschung (bmwf) seit über zehn Jahren die Zusammenarbeit österreichischer Forschungsinstitutionen mit ForscherInnen und wissenschaftlichen Institutionen in Slowenien und Bulgarien.
Dabei spielen gastvorträge und Angebote zur Vernetzung kommen sind die Westbalkanländer gleichberechtigte Partne-eine bedeutende Rolle, so werden z.B. Reisekosten übernom- rInnen bzw. KoordinatorInnen im RP-7. Allerdings sind Länder men und organisatorische Unterstützung zur Anbahnung von aus der Region nicht sehr zahlreich in den geförderten Projekten Kooperationen geleistet. Damit können Kontakte zu vertreten (nur je 22 Projekte mit mazedonischer und albani-Forschungsinstitutionen aufgebaut und unterstützt werden, um scher Beteiligung im 6. Rahmenprogramm). Daher kann es ein den Zugang zu bedeutenden Fördertöpfen wie den Rahmen- Startvorteil für Projektanträge sein, Partner aus diesen Ländern programmen zu erleichtern. in Konsortien einzubinden.
Die EU-Erweiterungsrunde 2004 brachte auch eine Verände- Die Aktivitäten der ASOs richten sich an institutionelle rung der österreichischen Wissenschaftsaußenpolitik mit sich Kooperationen. Speziell zur Einladung bzw. Unterstützung von und der Fokus der Aktivitäten der ASOs verlagerte sich auf die DoktorandInnen steht das Ernst-Mach-Stipendium des Öster-neue Zielregion, die Westbalkanländer, und zwar auf Albani- reichischen Austauschdiensts (ÖAD) zur Verfügung, während en, Bosnien-herzegowina, Kroatien, Mazedonien (FYROM), AkademikerInnen, die Forschungsaufenthalte in der Regi-Montenegro, Serbien und den Kosovo. In diesen Ländern be- on planen, auf das MOEL+ Stipendium der Österreichischen steht – in unmittelbarer nähe zu Österreich – großes Koopera- Forschungsgemeinschaft (ÖFg) zurückgreifen können.
tionspotential. gleichzeitig können die unterstützten Initiativen einen bedeutenden Beitrag zur Integration dieser Länder in den Europäischen Forschungsraum (ERA) leisten. Instrumente von Seiten der ASOs dazu sind thematische Calls for Proposals sowie internationale Veranstaltungen in der Region, die horizontale Problemfelder aus allen Forschungs-bereichen aufgreifen. Themen im Jahr 2008 sind Stadtent-wicklung und Klimawandel in Südosteuropa, Foresight und der Aufbau der Wissensbasis für problemadäquate Interventionen in Bezug auf regionale und globale herausforderungen und Probleme.
Mit den Calls wird klar, wie umfassend von österreichischer ASO-Team vlnr: Klaus Schuch (Koordination ZSI), Andrea Christiane Mayr (Koordination ZSI), Martin Felix Gajdusek (ASO Sofia), Miroslav Polzer (ASO Ljubljana), Hanna Scheck Seite das Interesse an Kooperationen mit der Region Südost- (Koordination ZSI)
europa ist. Der vierte Call for Proposals ist mittlerweile abge- Weitere Informationen:
schlossenen (dazu fand am 9.11.2007 eine Präsentation an Ernst-Mach-Stipendium des ÖAD www.grants.at, www.aso.zsi.
der BOKU statt). Im Rahmen der drei vorangegangenen waren at/bul/stipbg.html, MOEL+ Stipendium der ÖFg knapp 400 Institutionen aus Österreich und Südosteuropa in www.oefg.at/frm_moel.htm den Projektanträgen vertreten.
Kontakt:
Die durch ASO-Calls gegründeten Projektkonsortien haben Mag. Johanna Scheck, Zentrum für Soziale Innovation – sich oft als nachhaltig erwiesen und konnten erfolgreich in Centre for Social Innovation, Linke Wienzeile 246, 1150 Wien, größeren Ausschreibungen einreichen. Durch Assoziationsab- +43 1 4950442-76, scheck@zsi.at, www.zsi.at, www.aso.zsi.at BOKU InSIghT 1 / 2008 / 11
SUMATECS
Nachhaltiges Management mit Schwermetal en und Spurenelementen kontaminierter

Böden (SUstainable Management of Trace Element Contaminated Soils)
Markus Puschenreiter
Die Evaluierung des vorhandenen Wissens zum Thema "Sanfte Bodensanierung" soll Aufschluss darüber geben, welcher Forschungsbedarf noch besteht, um diese neuen Methoden der Boden-Dekontamination zur Anwendungsreife zu bringen.
im Wesentlichen nur mit hilfe eines Entscheidungshilfesystems für die jeweilige Situation ausgewählt werden können. Das Die Kontamination von Böden mit Schwermetallen und Spu- Management mit Spurenelementen und Schwermetallen konta-renelmenten ist nach wie vor eines der größten Umweltproble- minierter Böden ist darüber hinaus auch aus dem sozioökono-me der gegenwart. Die Verschmutzung des Bodens stellt eine mischen Blickwinkel zu betrachten. Alle Maßnahmen müssen große gefahr für den Menschen (nahrungskette, Trinkwasser), letztlich darauf hinauslaufen, dass das Management oder die aber natürlich auch für die Umwelt an sich dar.
Sanierung dieser Flächen finanzierbar, durchführbar, wirksam und nachhaltig ist.
herkömmliche Verfahren zur Boden-Dekontamination sind
in vielen Fällen sehr teuer und technisch aufwendig, darüber Projekt SUMATECS
hinaus kommt es auch oft zu einer Zerstörung des Bodens (z.B. bei Bodenaushub und -deponierung oder -verbrennung). Im Rahmen dieses Projektes soll das vorhandene Wissen zur Die Entwicklung von „sanften Bodensanierungstechnologien" sanften Bodensanierung zusammengefasst und bewertet wer- („in situ"-Verfahren ohne negative Auswirkungen auf die Boden- den, wobei auch länderspezifische Besonderheiten berücksich-funktionen, z.B. Phytosanierung, „in situ"-Immobilisierung etc., tigt werden. Aus den verfügbaren Informationen zur Anwendung siehe Abbildung 1) hat in den letzten Jahren an großer Bedeu- dieser Technologien in Europa werden (i) Entscheidungshilfe-tung gewonnen. Während im Forschungslabor große Fortschrit- systeme entwickelt, (ii) Sanierungsszenarien im hinblick auf te erzielt wurden, kam es bisher kaum zu einer großflächigen ihre nachhaltigkeit einerseits sowie ihre ökologischen und Anwendung unter Freilandbedingungen. Ungelöste Fragen be- sozioökonomischen Auswirkungen andererseits entwickelt und treffen v.a. die genaue Abschätzung des tatsächlichen Risikos (iii) Wissenslücken und daraus abgeleiteter Forschungsbedarf (z.B. durch unzureichende Methoden für die Bestimmung des identifiziert (Abbildung 2).
bioverfügbaren Anteils der Schadstoffe. Darüber hinaus ist eine Vielzahl an verschiedenen Sanierungsmethoden verfügbar, die 12 / BOKU InSIghT 1 / 2008
- BOKU (AT) - Austrian Research Centers gmbh – ARC (AT) - hasselt University (hAU) (BE) - Luleå University of Technology (SE) - Saxon State Agency for Environment and Geology - Ruhr-University Bochum (RUB) (DE) - InRA (Institut national de la Recherche Agronomique) - InERIS (Institut national de l'Environnement industriel et des RISques) (FR) - InERTEC (FR)- Université de Technologie de Compiègne (FR) Dieses Projekt wird in einem Konsortium von 13 Partnern aus - University of Brighton (UK) sieben Ländern der EU durchgeführt. Die Besonderheit die- - Czech University of Life Sciences Prague (CZ) ses Projektes ist, dass keine herkömmliche Forschungsarbeit - UniFi (University of Florence) (IT) durchgeführt wird, sondern vorhandenes Wissen gesammelt und evaluiert wird. Dabei wird nicht nur publizierte Literatur gesichtet, sondern z.B. auch nationale Forschungsberichte. Weiters wird über Interviews und Fragebögen erhoben, wie die verschiedenen Bodensanierungsmethoden von Forschern, Entscheidungsträgern, Betroffenen etc. beurteilt werden. Mit dieser herangehensweise wird versucht, ein umfassendes Bild des aktuellen Wissens zu erhalten. Daraus können dann künftige Forschungsfragestellungen abgeleitet werden.
gefördert wird das SUMATECS-Projektes im Rahmen von ERA-net/SnOWMAn, einem netzwerk nationaler Förderor-ganisationen mit dem Ziel, Forschungsthemen zum Bereich Boden und grundwasser zu fördern, die Lücken zwischen Angebot und Bedarf an Wissen schließen können. SnOWMAn ist eines von 70 ERA-net-Programmen des 6. Rahmenpro-grammes für Forschung und Technologieentwicklung der Euro-päischen Kommission.
Dr. Markus Puschenreiter Kontakt:
Dr. Markus Puschenreiter, Department für Wald- und Boden-wissenschaften, Institut für Bodenforschung, Peter-Jordan-Straße 82, 1190 Wien, markus.puschenreiter@boku.ac.at, www.rhizo.at/Sumatecs BOKU InSIghT 1 / 2008 / 13
CD-Labor für Mykotoxinforschung
Erfolgreiche Evaluierung sichert Weiterbestand

Rudolf Krska Die kürzlich erfolgte 5-Jahres-Evaluierung des Christian-Doppler-Labors für Mykotoxinforschung am Department IFA Tulln der Universität für Bodenkultur Wien zeugt nicht nur vom hohen wissenschaftlichen niveau der Arbeiten, sondern garantiert auch eine Weiterfinanzierung des Projektes bis Ende 2009.
Hintergrund und Ziele des CD-Labors
als externe Gutachterin und unter dem Vorsitz von Hartmut Kahlert, Senatsvorsitzender der Christian Doppler gesellschaft Mykotoxine sind natürliche, sekundäre Stoffwechselprodukte (CDg), einen ganzen Tag am IFA Tulln evaluiert. Dabei wurden (Metaboliten) von Schimmelpilzen, die bei Menschen und Tie- vom zehnköpfigen CD-Laborteam acht Vorträge und zwei Vor-ren eine toxische Wirkung zeigen. Weit über 300 dieser Meta- führungen im Labor abgehalten. Die CDg, die das CD-Labor boliten wurden bisher beschrieben.
und seine Forschungsarbeiten zu 50% fördert (die anderen 50% kommen von den Industriepartnern), evaluiert alle 50 CD- Mykotoxine werden von Gesundheitsexperten als eine der be- Labors nach zwei bzw. nach fünf Jahren Laufzeit.
deutendsten Schadstoffgruppen in Lebens- und Futtermitteln eingeschätzt. Die Symptome der akuten Vergiftung bei Tieren Während der Evaluierung wurde natürlich auch die zentrale sind z.B. Leber- und nierenschädigungen, Beeinträchtigung Analysentechnik im CD-Labor, die Flüssigkeitschromatogra-des Immunsystems oder hormonähnliche Effekte. Selbst My- phie mit massenspektrometrischer Detektion (LC-MS/MS) kotoxine wie Deoxynivalenol, die nur eine verhältnismäßig ge- diskutiert, mit deren hilfe das CD-Laborteam eine einzigartige ringe akute Toxizität aufweisen, sind für die Landwirtschaft sehr Methode entwickelt hat, die eine simultane Quantifizierung von bedeutsam, da sie bei nutztieren, vorwiegend bei Schweinen, bis zu 87 Mykotoxinen ermöglicht.
Erbrechen, Durchfall und Futterverweigerung verursachen. Die jährlichen Verluste in der getreideproduktion, die durch Myko- Auch der weltweit erstmalige nachweis sogenannter maskier-toxine verursacht werden, liegen laut Schätzungen der US FDA ter Mykotoxine, bei denen das Toxin in der Pflanze an Zucker-(US Food and Drug Administration) allein in den USA bei über moleküle gebunden wird, erfolgte mittels dieser Methode. Da-900 Millionen USD.
bei wurden auch neuartige interne Standards entwickelt und angewandt, bei denen die natürlichen C12-Isotope in einem Ziel des Ende 2002 gegründeten Christian-Doppler(CD)-Labors Mykotoxinmolekül durch C13-Isotope ersetzt werden.
für Mykotoxinforschung unter der Leitung von Rudolf Krska ist es, ausgehend von grundlagenwissenschaftlichen Untersu- Im Bereich der Mykotoxininaktivierung war und ist die Auf-chungen der Stoffwechselvorgänge in Schimmelpilz und ge- klärung von Metabolismen mittels LC-MS/MS während des treide neue Analysemethoden, die eine effiziente Kontrolle von mikrobiellen Abbaus von Mykotoxinen ein wesentliches For-Lebens- und Futtermitteln ermöglichen, sowie mikrobielle Zu- schungsziel. Ein wichtiger Arbeitsbereich im CD-Labor für My-satzstoffe zur Entgiftung bereits kontaminierter Futtermittel zu kotoxinforschung ist weiters die Entwicklung von schnellen, entwickeln. Industriepartner des CD-Labors ist die Erber Ag mit einfachen immunoanalytischen Streifentests, die neben einem ihren niederösterreichischen Tochterfirmen Biomin, Erzeuger qualitativen Nachweis auch die Quantifizierung der Toxinkon-von Mykotoxin-dekontaminierenden Futtermittelzusätzen, und zentration in Minutenschnelle erlauben. Erste Schnelltests, die Romer Labs Diagnostic, ein auf die Analytik von Schimmelpilz- eine empfindliche Bestimmung (100 ppb) der auch in Österreich giften spezialisiertes Unternehmen.
wichtigen Mykotoxine T2-Toxin und Deoxynivalenol innerhalb von drei Minuten erlauben, wurden ebenfalls bereits entwickelt und bei der Evaluierung vorgestellt.
Das CD-Labor wurde im november 2007 unter Einbindung von Rosangela Marchelli, Dekanin an der Universität von Parma, 14 / BOKU InSIghT 1 / 2008
gerätepark zugute, der neben den Mitteln von CDg und den Partnerfirmen auch ganz erheblich durch das Land Niederö- In den letzten fünf Jahren entwickelte das Forschungsteam des sterreich finanziert wurde.
CD-Labors eine Reihe von Methoden zur Prävention und De-tektion von Mykotoxinen, die nicht nur für einen beachtlichen Mittlerweile arbeiten bereits 56 Forscher am Standort Tulln wissenschaftlichen Impact sorgten, sondern gleichermaßen an der Erforschung und dem nachweis der giftigen Stoff-hohe wirtschaftliche Relevanz für die Industriepartner des CD- wechselprodukte der Schimmelpilze; die hälfte davon am IFA Labors besitzen. Insbesondere der beachtliche publizistische Tulln selbst, die andere hälfte am benachbarten Technologie-Output des CD-Labors war in Bezug auf die wissenschaftliche zentrum Tulln (TZT), in dem nicht nur die beiden industriellen 5-Jahres-Evaluierung durch die CDg ausschlaggebend: Partner des CD-Labors Biomin und Romer Labs angesiedelt sind, sondern auch die die beiden höchst erfolgreichen BOKU/ - 41 Originalarbeiten in peer-reviewed Journals und IFA-Spin-Offs Biopure Referenzsubstanzen gmbh und Quan- 28 Proceeding-Beiträge tas Analytics, die ebenfalls auf Mykotoxine spezialisiert sind. - 76 Vorträge und 34 Poster bei Konferenzen Diese beiden Unternehmen sind auch Industriepartner im oben - 2 erteilte und 3 angemeldete Patente - 57 Berichte in den Medien über das CD-Labor - 2 Forschungspreise: „Dr.-Wolfgang houska Preis" der b&c Privatstiftung (50.000 €) und der „Brigitte gedek Preis" (10.000 €) der Deutschen Gesellschaft für Mykotoxinfor-schung Daneben wurden im selben Zeitraum fünf marktreife Produkte entwickelt, die bereits bzw. in den kommenden Monaten welt-weit vertrieben werden, die weitere Belege dieser äußerst erfolgreichen Partnerschaft zwischen der BOKU und der ös-terreichischen Wirtschaft sind. Das Expertenteam rund um Rosangela Marchelli war sich schnell einig, dass die Leistung des CD-Labors für Mykotoxinforschung „als Weltklasse ein-zustufen" ist und eine weitere Finanzierung bis zum Ende der Laufzeit (Ende 2009) dem Senat der CDg empfohlen wird. Bei Analytikzentrum-Team: 1. R. v.li.n.re.: AG-Leiter Ass.Prof. DI Dr. Wolfgang Kandler, Ass.Prof. Dipl.-Chem. Dr. Rainer Schuhmacher, Ass.Prof. DI Dr. Sabine Baumgartner, Ao.Univ.Prof. DI einem derzeitigen Jahresbudget von 500.000 Euro pro Jahr ist Dr. Rudolf Krskadas CD-Labor natürlich auch ein wesentlicher finanzieller Eck-pfeiler des Analytikzentrums am IFA Tulln.
Kontakt:
Ao.Univ.Prof. DI Dr. Rudolf Krska, Interuniversitäres Depart- ment für Agrarbiotechnologie, IFA Tulln, Analytik-Zentrum, Konrad Lorenzstraße, 3430 Tulln, +43 2272 66280-401, neben der erfolgreichen Evaluierung des CD-Labors wurden rudolf.krska@boku.ac.at in den letzten beiden Monaten ein auf zwei Jahre ausgelegtes FFg-Projekt „Indoor Moulds" sowie ein auf vier Jahre ausge-legtes EU-Projekt „health Effects of Indoor Pollutants" mit dem Finnish Public health Institute als Koordinator genehmigt. In beiden Projekten geht es wiederum um Mykotoxine, jedoch nicht um deren Verbreitung und Auswirkung in Futter- und Le-bensmitteln, sondern um deren Rolle als „indoor pollutants" in Räumen mit Schimmelpilzbelastung.
Im EU-Projekt werden insbesondere die Langzeitauswirkungen der Schimmelpilze auf Kinder untersucht und der Stellenwert der mikrobiellen Agenzien im Rahmen der multiplen gesamtbe-lastung in Innenräumen erhellt. Auch in diesen beiden Projekten kommt dem Analytikzentrum des IFA Tulln der neue, moderne BOKU InSIghT 1 / 2008 / 15
Forschung in Kürze
Thomas Hein vom Land NÖ ausgezeichnet
Arbeiten beleuchten die Bedeutung des hydrologischen Aus-tausches für die Ökosystemfunktionen in der Flusslandschaft der Donau-Auen östlich von Wien. In diesen Arbeiten konnten Das Land niederösterreich vergibt jährlich an naturwissen- prognostische Modelle entwickelt werden, die Wirkungen der schaftlerInnen einen Würdigungs- und zwei Anerkennungs- hydrologischen Vernetzung auf die nährstoff- und Kohlenstoff-preise. Im november 2007 erhielt Thomas hein vom Depart- dynamik analysierten.
ment Wasser-Atmosphäre-Umwelt, Leiter der Arbeitsgruppe BioFrames am WasserCluster Lunz, einen davon. Im Mittelpunkt Thomas hein schloss sein seiner Forschungsarbeit steht die Frage, welche Rolle Fluss- Studium an der Universität landschaften in überregionalen und lokalen Stoffkreisläufen Wien nach einem Auslands-innerhalb des Einzugsgebietes spielen. Ziel ist ein integriertes semester in Frankreich 1993 Verständnis für Flusslandschaften und deren Wechselwirkun- ab und promovierte im Jahr gen mit angrenzenden und/oder verbundenen Ökosystemen 2000. In den folgenden Jah-und AkteurInnen unter sich verändernden Umweltbedingungen ren konnte er innerhalb eines und bei unterschiedlichen Eingriffen.
interdisziplinären Teams die Auswirkungen groß angeleg- grundlage für die Forschungsarbeiten ist das Zusammen- ter Restaurierungsprojekte spiel zwischen physikalischen (hydromorphologischen), che- analysieren. Die Auswirkun-mischen und biologischen Prozessen, die einzelne Land- gen dieser Projekte sind nicht PD Mag. Dr. Thomas Heinschaftstypen (z.B. einzelne Augewässer) regulieren. Auf einer nur im Sinne der Biodiversitätsdebatte und naturschutzfachli-höheren Skalierungsebene kontrollieren diese Zusammenhän- cher Fragen, sondern auch im Sinne der EU-Wasserrahmenli-ge die Stoffflüsse von Fließgewässerabschnitten. Dieser Ansatz nie von Bedeutung. Im Jahre 2005 begann er an der BOKU am betont die Rolle von Landschaftsmustern und deren Interakti- Institut für hydrobiologie und gewässermanagement sowie am on mit biogeochemischen und mikrobiellen Prozessen für das neu gegründeten Forschungsinstitut, dem WasserCluster Lunz, Funktionieren dieser Ökosysteme, speziell unter dem Aspekt eine neue Arbeitsgruppe aufzubauen. In seiner Arbeit verbindet sich verändernder Umweltbedingungen. Ausgehend von die- er grundlegende Forschungserkenntnisse der Biogeochemie sem Forschungsansatz wird auch das Wechselspiel zwischen mit problemorientierten Forschungsfragen im Rahmen wasser-dem Funktionieren des Ökosystems und dessen nachhaltiger wirtschaftlicher Aufgabenstellungen.
nutzung durch interdisziplinäre Modellansätze untersucht. Die-se Themen werden derzeit im Rahmen eines FWF-Projektes, eines Provision-Projektes und eines gerade beginnenden EU- Kontakt:
Projektes vom Team um Thomas hein untersucht.
PD Mag. Dr. Thomas hein, Department für Wasser-Atmosphäre-Umwelt, Institut für hydrobiologie und Werdegang und Forschungsschwerpunkte
Gewässermanagement, Max Emanuel-Straße 17, 1180 Wien, Thomas hein hat sich im Jänner 2007 im Fachgebiet der Lim- +43 1 47654-5229, thomas.hein@boku.ac.at nologie am Department Wasser-Atmosphäre-Umwelt habilitiert. Die habilitation stellte in elf Manuskripten neue Ergebnisse vor, die sich mit der Rolle von Retentionsräumen, wie z.B. Auen, Uferrandbereichen und Überschwemmungsgebieten, für die nährstoffdynamik, das Algenwachstum, die Dynamik des orga-nischen Materials und die Interaktionen in planktischen nah-rungsnetzen in großen Flüssen beschäftigen. Die vorliegenden 16 / BOKU InSIghT 1 / 2008
Licht in die Vergangenheit
nach einer abendlichen Führung durch das naturhistorische Museum und beim heurigen (auf Einladung der Stadt Wien) Lumineszenz- und Elektronen-Spin-Resonanz-Tagung
konnten die Teilnehmer ausführlich über die Präsentationen Vom 30. november bis zum 2. Dezember 2007 trafen sich der Tagung diskutieren. Man darf nun gespannt sein, welche in Wien auf der BOKU 37 Wissenschaftler aus Deutschland, Fortschritte sich im Bereich der Datierungen mittels Lumines-Österreich und der Schweiz, um über Datierungen mittels Lumi- zenz und ESR bis zur nächsten Tagung in Leipzig in einem Jahr neszenz und Elektronen-Spin-Resonanz (ESR) zu diskutieren.
ergeben werden.
Die Tagung wurde in Zusammenhang mit dem neuen Datie- rungslabor für optisch stimulierte Lumineszenz (OSL) erstmalig Formen und Sedimente, die vom Schmelzwasser des in Wien unter der Leitung von Markus Fiebig ausgerichtet. Mit gletschereises gebildet oder abgelagert wurden. dieser Methode kann das Alter beispielsweise von Flussterras- sen unter der Stadt Wien oder Lösslagen im Weinviertel über einen Zeitraum von mehr als 100.000 Jahren bestimmt wer-den. Damit lässt sich die Langzeitstabilität unserer Landschaft in Zeiten des Klimawandels erforschen.
Kontakt:
Dr. Bettina Schenk und Univ.Prof. Markus Fiebig, Department Die jährlich stattfindenden Tagungen beschäftigen sich mit für Bautechnik und naturgefahren, Institut für Angewandte den verschiedenen Anwendungsgebieten von Lumineszenz geologie, Peter-Jordan-Straße 70, 1190 Wien, und ESR, wie z.B. der Datierung von archäologischen Funden markus.fiebig@boku.ac.at, +43 1 47654 5402 und Fundhorizonten. neueste Entwicklungen im Bereich der
Methodik und eine Vielzahl von Fallbeispielen werden präsen-
tiert und ergeben jeweils einen guten Überblick über die laufen- INiTS Award 2007 für Life Sciences
den Forschungsarbeiten im deutschsprachigen Raum.
Wie jedes Jahr rief auch 2007 das Universitäre gründerservice Das Themenspektrum der Tagung 2007 beinhaltete Datierun- IniTS Studierende und AbsolventInnen auf, sich gedanken gen von marinen Terrassen aus Ligurien (Italien), von Dünen über die wirtschaftliche Verwertbarkeit ihrer wissenschaftlichen aus dem Südosten Australiens, von Löß-Paläosol-Sequenzen Arbeiten zu machen. Die eingereichten Arbeiten wurden von aus Ungarn und Fallstudien an glaziofluvialen Sedimenten aus Juroren aus Wirtschaft und Wissenschaft nach der Innovations- Ost- und norddeutschland. Ein Überblicksvortrag über die Ent- kraft des Konzeptes sowie der kommerziellen Verwertbarkeit wicklung der vergangenen zehn Jahre im Feld der Infrarot-Ra- des Produktes bewertet. Die innovativsten Arbeiten wurden bei diofluoreszenz-Datierung sowie die Präsentation der neuesten der Preisverleihung am 30. Oktober 2007 prämiert.
Entwicklungen in der ESR-Datierung von äolischen Sedimen-ten und der Datierung von Xenolithen in Vulkaniten ergaben ein gutes Abbild des derzeitigen Forschungsstands.
Im Rahmen der Tagung führte die Wiener Landesgeologin Christine Jawecki eine Exkursion auf den Kahlenberg im Wie-ner Wald, in deren Rahmen sie die eiszeitliche und tertiäre Entwicklung des Wiener Beckens vorstellte und mit den Teil-nehmern diskutierte. Im weiteren wandelte die Exkursion unter der Leitung von Sabine gruppe auf den Spuren der Römer im Abb.1: Schematische Darstellung des Elektronentransfers in Cellobiose Dehydrogenase Das Enzym besitzt zwei Domänen, eine katalytische Flavindomäne (FAD) und die Hämdomä- ne (heme). Für die Regenerierung des FAD-Cofaktors können Elektronen auf die Haemdo- mäne (Interner Elektronen Transfer, IET), und von dieser weiter auf eine Elektrode übertragen werden (direkter Elektronentransfer, DET). Den ersten Preis in der Kategorie Life Sciences, dotiert mit 1.750 Euro, gewann Wolfgang harreither, Department für Lebensmittelwissenschaften und -technologie, Abteilung für Lebensmittelbiotechnologie, mit einem Konzept, das auf sei-ner Diplomarbeit „Biochemical and Electrochemical Characte-risation of Cellobiose Dehydrogenases" basiert und ein neues Tagungsteilnehmer am Kahlenbert, Foto: Fiebig Verfahren zur Blutglukosemessung ermöglicht. Die Arbeit wur- BOKU InSIghT 1 / 2008 / 17
de in Kooperation zwischen der Abteilung Lebensmittelbiotech- raumrelevanten Aspekten hinsichtlich der Konsequenzen für nologie, dem Kompetenzzentrum Angewandte Biokatalyse in Lebensqualität und Versorgung vor allem älterer Menschen im graz und dem Department für Analytische Chemie der Univer- ländlichen und städtischen Raum Österreichs.
sität Lund durchgeführt. Rat und Tat kamen von Dietmar halt-rich (Wien), Roland Ludwig (graz) und Lo gorton (Lund).
Kontakt:
Das Prinzip des in der Forschungskooperation entwickelten Dr. Tatjana Fischer, Department für Raum, Landschaft und amperometrischen glukosesensors basiert auf der direkten Infrastruktur, Institut für Raumplanung und Ländliche neuord-Kommunikation des glukose detektierenden Enzyms und der nung, Peter Jordan-Straße 82, 1190 Wien, Elektrode. Der „3rd generation Biosensor" verwendet das tatjana.fischer@boku.ac.at, www.rali.boku.ac.at/4698.html DI Wolfgang Harreither (re.), Foto: INiTS kürzlich entdeckte Enzym Cellobiose-Dehydrogenase und ÖGBT-Preis an Brigitte Gasser
eignet sich zur Online-Bestimmung der Blutglukosekonzentra-tion. Es kann in der Intensivmedizin eingesetzt werden, aber Die Matura bestand sie mit Auszeich- auch in der kontinuierlichen Langzeitbehandlung von Diabetes, nung, dann folgte das Diplomstudium eine der weltweit häufigsten Todesursachen und Auslöser für mit Auszeichnung und schließlich auch Arbeitsunfähigkeit. Die Konstruktion der Elektrode (Abb. 1) ist die Dissertation mit Auszeichnung. denkbar einfach, da kein Mediator wie in etablierten Systemen Brigitte gasser, 29 Jahre alt, in Villach zur Elektronenübertragung vom Enzym zur Elektrode nötig ist. geboren, ist zweifellos ein wahres Ex- Dadurch werden viele Fehler- und Störquellen von vornherein zellenz-Bündel. Vom lateinischen „ex- ausgeschaltet. Cellobiose-Dehydrogenase ist eines der extrem cellens" (hervorragend, ausgezeich- seltenen Enzyme, das aufgrund seiner Struktur zum direkten DI Dr. Brigitte Gasser net) stammt der Begriff Exzellenz und Elektronentransfer fähig ist.
beschreibt etwas, das man bekanntlich weder kaufen, noch von sich selbst behaupten kann. Kontakt:
Für die Frau Doktorin kein Problem: Eben erst wurde sie bei der DI Wolfgang harreither, Department für Lebensmittelwissen- Jahrestagung in graz für ihre wissenschaftlichen Arbeiten zur schaften und -technologie, Abteilung für Lebensmittelbiotech- Produktion von Antikörper-Fragmenten in der hefe Pichia pas- nologie, Muthgasse 18, 1190 Wien, +43 1 36006-6279, toris mit dem Dissertationspreis der Österreichischen gesell- schaft für Biotechnologie (ÖgBT) ausgezeichnet. Für den Aus-trian Life Science Award 2007 (ALSA07) wurde sie gemeinsam mit georg Reischer und dem späteren gewinner Clemens Ach- Alt sein im ländlichen Raum
müller aus 38 EinreicherInnen nominiert. Alleine in den Jahren 2006 und 2007 konnte sie ihre Arbeiten in sechs erstklassigen, Eine raumwissenschaftliche Analyse
internationalen wissenschaftlichen Journalen veröffentlichen. Tatjana Fischer wurde im Dezember 2007 mit dem Förderungspreis des „Es ist mir wichtig, dass ich als Universitätsassistentin und Wis- senschafterin am Department für Biotechnologie der Universi- zeichnet. Prämiert wurde ihre am In- tät für Bodenkultur die finanziellen Möglichkeiten und auch die stitut für Raumplanung und Ländliche wissenschaftliche Freiheit habe, meine Forschungen durchzu- neuordnung fertiggestellte Disserta- führen", meint Frau gasser.
tion „Alt sein im ländlichen Raum – eine raumwissenschaftliche Analyse". Ihr Interesse gilt der molekularen und physiologischen Cha- Ebenfalls für diese Arbeit erhielt sie rakterisierung von sogenannten nicht-konventionellen hefen. Mag. Dr. Tatjana Fischer 2006 den Förderungspreis der Dr.-Ma- Während das „hefe-haustier" der Biotechnologen, Saccharo- ria-Schaumayer-Stiftung zur aktiven Unterstützung von Frau- myces cerevisiae (besser bekannt als Back- und Bierhefe), weit-enkarrieren in Wirtschaft und Wissenschaft.
gehend untersucht ist, bieten gerade die nicht-konventionellen hefen wie Pichia pastoris den Vorteil eines großen Potentials Ihr aktuelles Forschungsinteresse gilt der Analyse des zur Produktion von komplexeren rekombinanten Proteinen. Beziehungsgefüges zwischen demographischem Wandel und „Der Stammverbesserung kommt hier enorme wissenschaft- 18 / BOKU InSIghT 1 / 2008
liche und wirtschaftliche Bedeutung zu", zeigt sich Brigitte gasser von der zukünftigen Bedeutung ihres Forschungsge-bietes überzeugt.
Und wie sieht es mit ihrer persönlichen Zukunft aus? Doktorin gasser lacht: „Ich war schon mit dem SOCRATES-Programm der EU zu einem Forschungsaufenthalt an der University of Elisabeth Denk, Reading in großbritannien und an der Abteilung Biotechnolo- gy des Technical Research Centre of Finland (VTT), das war sehr spannend! An der BOKU würde ich gerne weiter in der Regelung von Werknutzungsrechten in
Forschung und Lehre arbeiten, mit der gründung des Vienna Institute of BioTechnology (VIBT) am Standort Muthgasse sind die Perspektiven wirklich erstklassig." Ihr Doktorvater Diethard Ein wichtiger Punkt in Verträgen zu Drittmittelprojekten Mattanovich ergänzt: „Es wird immer viel über den drohenden ist die Regelung der nutzungsrechte am entstandenen Brain Drain gesprochen. Gerade exzellenten Wissenschafte- Werk, den Forschungsergebnissen. Diese Rechte umfas- rInnen muss die BOKU eine berufliche Zukunft bieten." Dann sen sowohl die kommerzielle nutzung als auch die wei- kann man ja zukünftig schon gespannt sein: vielleicht auf eine tere Verwendung der Forschungsergebnisse im Rahmen exzellente Habilitation? von wissenschaftlichen Publikationen, Vorlesungsunterla-gen, Vorträgen etc. Bestimmungen dazu sind entweder direkt im Vertragstext enthalten oder in den beiliegenden VIBT Vienna Institute of BioTechnology Allgemeinen Vertragsbedingungen (AVBs).
www.boku.ac.at/vibt.html gEnOPhYS: genome-wide comparison of physiological Steht nun dem Auftrag- bzw. Fördergeber laut Vertrag das bottlenecks in multi-submit protein production in prokaryotic alleinige, zeitlich unbeschränkte Werknutzungsrecht zu, and eukaryotic microbial hosts dürfen die Ergebnisse vom Auftrag- bzw. Fördernehmer, dem Urheber der Forschungsergebnisse, in keiner Weise weiter verwendet werden (exklusives Recht). Die Veröf-fentlichung in Form einer wissenschaftlichen Publikation Kontakt:
beispielsweise ist nicht möglich.
Ao.Univ.Prof. DI Dr. Diethard Mattanovich (gruppenleiter gEnOPhYS), Department für Biotechnologie, Institut für Im gegensatz dazu ist die Werknutzungsbewilligung kein Angewandte Mikrobiologie, Muthgasse 18, 1190 Wien, exklusives Recht. Diese berechtigt lediglich zur Nutzung +43 1 36006-6569, diethard.mattanovich@boku.ac.at der Ergebnisse in der vereinbarten, im Vertrag definierten Form. Der Urheber ist in der nutzung nicht eingeschränkt und kann die Ergebnisse in jedweder Form weiter ver-wenden.
Besonderer Aufmerksamkeit bedürfen die Regelungen für Erfindungen. Die Universitäten sind verpflichtet, sorg-sam mit diesen vermögenswerten gütern umzugehen. Es muss sichergestellt sein, dass sowohl die nationalen gesetzlichen Bestimmungen (Diensterfindungen, Erfin-dervergütung, etc.) als auch der EU-Beihilfenrahmen (Vermeidung versteckter staatlicher Förderungen) einge-halten werden.
Kontakt:
Mag. Tanja Valenta, Forschungsservice, gregor-Mendel-
Straße 33, 1180 Wien, +43 1 47654-1027,
tanja.valenta@boku.ac.at
BOKU InSIghT 1 / 2008 / 19
Most cited paper
Wilson studierte in Edinburgh und Ox-ford und war danach als Post-Doc an Als eine der 50 weltweit meist zitierten der BOKU und in Dundee beschäftigt. Publikationen des Journals „Carbohyd- Anschließend kehrte er als Universi- rate Research" im Zeitraum 2004-2007 tätsassistent an die BOKU zurück, wo wurde der Artikel „Characterization of
er sich 2001 in Biochemie habilitierte; the crystalline structure of cellulo-
speziell die Erkennung von core α-1,3- se using static and dynamic FT-IR
gebundener Fucose durch Antikörper spectroscopy" von Margaretha Åker-
und deren Rolle in Allergien wie auch Ao.Univ.Prof. Dr. Iain B. H. holm, Barbara hinterstoisser, Lennart die Parasitologie standen bereits da im Wilson Salmén, erschienen in Carbohydrate Zentrum seines Interesses. In den vergangenen Jahren hat er Ao.Univ.Prof. Mag. Dr. Research 339 (2004) 569-578 bewer- Barbara Hinterstoisser eine Forschungsgruppe mit zurzeit zwei Post-Docs, zwei Dok- tet. Dieser Arbeit entstand gemeinschaftlich zwischen Barba- toranden und einer Technikerin aufgebaut.
ra hinterstoisser und Lennart Salmén, Margaretha Åkerholm (beide STFI-Packforsk, Stockholm, Schweden).
Sein hauptaugenmerk liegt auf der Erforschung der Modifikation von Die Aufklärung der Struktur der Cellulose bis hin zu kleinsten Proteinen mit Zuckern, die speziell Unterschieden im kristallinen Bereich ist für die mechanischen in Pflanzen, Fliegen, Würmern und Eigenschaften von Pflanzen- und Papierfasern von großer Amöben interessante Variationen auf- Wichtigkeit. In der genannten Arbeit wurde die von Salmén weisen. Das Interesse gilt vor allem und hinterstoisser 1998 in die Cellluloseforschung eingeführte dem Zusammenhang zwischen Fuco- Technik der dynamischen Fourier Transform Infrarot Spektros- se und Allergie, den Zuckerketten in kopie (FT-IR) weiterentwickelt.
Nematoden, die die Empfindlichkeit Schnitt durch einen parasitie- renden Wurm, fluoreszenzmar- des Immunsystems senken, der glyko- kiert, Foto: Dubravko Rendic Die Methode ist sensibel gegenüber kleinsten strukturellen Va- sylierung in Fliegen-neuronen und der riationen und ermöglicht es, Untersuchungen von Cellulose Iα Veränderung von n-glykanen während der Entwicklung von und Iβ – allomorphe Formen natürlicher Cellulose – durchzu- Schleimpilzen.
führen. Modellsysteme aus zwei unterschiedlichen Cellulosen wurden verwendet, um den Zusammenhang zwischen spekt- Die Strukturen der n-glykane sind in allen Lebewesen sehr raler Information und dem relativen Cellulose-Iα-gehalt zu be- ähnlich. Allerdings können schon geringfügige Unterschiede stimmen. Die neue Methode erwies sich als äußerst zielführend vom menschlichen Immunsystem als „fremd" erkannt werden im Einsatz zur Bestimmung des Allomorphenverhältnisses in und beispielsweise Allergien auslösen. Einem solchen Struktu-cellulosischen Proben. Die höhere Auflösung in den Spektren runterschied ist Wilson seit einigen Jahren auf der Spur.
als Konsequenz der Empfindlichkeit der dynamischen FT-IR Spektroskopie macht derartige auf strukturelle Unterschiede in Ausgehend von diesen grundlagen möchte die gruppe Wilson Polymeren abzielende Analysen möglich. die Zuckerstrukturen von Parasiten nachbauen, um deren Ef-fekte auf das Immunsystem studieren zu können. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist das Re-Engineering von Insekten- Kontakt:
zellen, damit diese pharmakologisch relevante, jedoch nicht Ao.Univ.Prof.Mag.Dr. Barbara hinterstoisser, immunogene glykoproteine produzieren.
Department für Materialwissenschaften und Prozesstechnik,
Institut für holzforschung, barbara.hinterstoisser@boku.ac.at, Link:
Peter-Jordan-Straße, 82, 1190 Wien, +43 1 47654-4260
Abteilung für Biochemie, glykobiologie/gruppe Wilson www.chemie.boku.ac.at/7975.html Novartis-Preis an Iain Wilson
Kontakt:
Iain B.h. Wilson ist der allergenen Wirkung der α-1,3-Fucose Ao.Univ.Prof. Dr. Iain B. h. Wilson, Department für Chemie, auf der Spur: Dieses immunologisch relevante Zuckermolekül Abteilung für Biochemie, Muthgasse 18, 1190 Wien, findet sich in Pflanzen, Insekten oder Parasiten, nicht aber in iain.wilson@boku.ac.at, +43 1 36006-6541Säugetieren. Am 25.1.2008 erhielt Wilson den novartis-Preis für seine wegweisende Forschung auf diesem gebiet.
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Mountain Forests in a Changing World
Preservation of Biocultural Diversity
Internationale Konferenz des Instituts für Waldökologie
Konferenz des ZUN und der SATOYAMA BOKU-Plattform
Die Auswirkungen von Klimawandel und Änderungen in der für Naturschutz- und Biodiversitätsforschung
Landnutzung sind in Bergregionen besonders ausgeprägt. Wir beobachten in vielen Teilen der Welt einen Verlust der
globale Energieknappheit und die Substitution fossiler Energie Artenvielfalt, der mit einem Verlust der traditionellen Methoden
mit erneuerbaren Energieträgern steigern die nachfrage nach der Landnutzung einhergeht. Dieser Teil lokaler Lebensart hat
Biomasse. Das erhöht das Potenzial für Landnutzungskonflik- sich über lange Zeit entwickelt, um in oft widrigen Umweltbe-
te mit ernsten Konsequenzen für BergbewohnerInnen, die zu dingungen nicht nur zu überleben, sondern ein gutes Leben in
einem überproportionalen Anteil von Armut betroffen sind.
Einklang mit der natur zu führen – ein Modellbeispiel nachhal-tiger Landnutzung.
Um die langjährige Erfahrung der BOKU in der komplexen Be-wirtschaftung von Bergwäldern auch Studierenden aus dem Bio-kulturelle Vielfalt umfasst das gesamte System aus Kultur, Ausland verfügbar zu machen und heimischen Studierenden traditioneller Landnutzung und Artenvielfalt. Sie zu bewahren Auslandsarbeit zu ermöglichen, wurde das englischsprachige bedeutet, traditionelle Formen der Landnutzung wiederzubele-Studium „Mountain Forestry" 2002 ins Leben gerufen.
ben und weiterzuentwickeln, um den Menschen ein Überleben auch in der modernen Zeit zu sichern. Dazu braucht es eine partizipatorische Entwicklung, die Sozioökonomie, kulturelles Erbe, Spiritualität und Ökologie mithilfe eines transdisziplinären Zugangs berücksichtigt. Bergwald im Hochschwab, Foto: Gerhard Glatzel Die vom 2. bis 4. April 2008 im Wilhelm-Exner-Haus stattfinden-de Konferenz zielt darauf ab, die Fortschritte in der Bergwaldfor-schung zu präsentieren, Strategien für die geänderten Anforde-rungen in der Bewirtschaftung alpiner Regionen zu entwickeln und die Rolle akademischer Ausbildung für nachhaltige Berg- Traditionelle Reisernte in Kyushu, Foto: Pia Kieninger waldbewirtschaftung zu diskutieren. neue Ideen und Ergebnisse der Konferenz werden in das Studium integriert werden.
Als besondere Attraktion wird es einen Japanschwerpunkt ge-ben, mit mehreren geladenen Vortragenden, die über die An- Themen der Konferenz:
sätze und Ideen zur Wiederherstellung der traditionellen Kultur- naturschutz und Umweltleistungen von Bergwäldern landschaft in Japan sprechen werden. Ein Ziel der Konferenz Produktion: Bergwälder als Existenzgrundlage der Bevölkerung ist es aber auch, ein Bewusstsein für die Bedrohung der bio- Bergwälder unter Druck: Risiken und gefahren kulturellen Vielfalt vor unserer haustüre zu schaffen, etwa der Die Rolle von Ausbildung für nachhaltige Landbewirtschaftung Almwirtschaft Mitteleuropas. Die Konferenz wird dem internati-onalen Austausch mit dem Ziel dienen, voneinander zu lernen. Weitere Informationen:
Website der Konferenz www.boku.ac.at/biocultural
Kontakt:
Ao.Univ.Prof. Dr. georg gratzer, Mag. Iris Kempter, Department Kontakt:
für Wald- und Bodenwissenschaften, Institut für Waldökologie, Univ.Ass. DI Dr. Bernhard Splechtna, Department für nachhal-Peter Jordanstraße 82, 1190 Wien, +43 1 47654-4124, tige Agrarsysteme, Zentrum für Umwelt- und naturschutz, Fax: DW 4129, mountainforestry@boku.ac.at bcd.office@boku.ac.at, +43 1 47654-4503 BOKU InSIghT 1 / 2008 / 21
VERENA-Preis an Gerald Koglbauer
mit der gespeicherten Wärme wieder aufgeheizt. Danach wird die heiße Druckluft über eine Turbine entspannt und so elekt- Im Rahmen des Verbund-Forschungsforums wurde am 19. rischer Strom erzeugt. Zur Auslegung dieser Prozesse werden november 2007 der VEREnA-Förderpreis (Verbund Rene- die thermodynamischen Stoffeigenschaften von feuchter Luft wable Energy Award) an junge österreichische TechnikerIn- bei hohen Drücken benötigt. nen überreicht. Die Auszeichnung wird jährlich für besonders innovative wissenschaftliche Arbeiten im Bereich erneuerbarer Von den anderen gasen, für die die Messung der Dampfkon-Energien vergeben und ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert. zentration bei hohen Drücken durchgeführt wurde, ist insbe-„Auch heuer ist die überzeugende Qualität der eingereichten sondere Kohlendioxid zu nennen, wo die Wasserdampfkonzen-wissenschaftlichen Arbeiten ein Beweis für die Leistungsfähig- tration in verschiedenen geplanten Sequestrierungsprozessen kit der österreichischen Technikerausbildung", lobte Verbund- eine wichtige Rolle spielt. Unter Sequestrierung versteht man Vorstandsvorsitzender Michael Pistauer.
die Einlagerung von Kohlendioxid, das zwangsläufig bei allen Verbrennungsprozessen und insbesondere in kalorischen Kraftwerken entsteht, um so den Treibhauseffekt zu reduzie-ren. Beispielhaft soll hier die Sequestrierung von Kohlendioxid durch Adsorption an Kohlenstoff in aufgelassenen Bergwerken genannt werden, da das Adsorptionsverhalten stark vom Was-serdampf beeinflusst wird. Trotz dieser praktischen Wichtigkeit gibt es wenige thermo-dynamische Daten zur feuchten Luft und anderen feuchten gasen. Die bekannten Messmethoden sind schwierig durch-führbar und ziemlich fehleranfällig. In dieser Ausgangslage hat gerald Koglbauer eine neue Messmethode entwickelt, die auf der Infrarotspektroskopie (FTIR) beruht. Dr. Gerald Koglbauer (vo.re.) bei der Verleihung der VERENA-Förderpreise, Foto: Verbund Einen der Preise erhielt gerald Koglbauer vom Institut für Verfahrens- und Energietechnik im Department für Materialwis-senschaften und Prozesstechnik der Universität für Bodenkultur für „Thermodynamische Beiträge zur nutzung neuer erneuer-barer Energien". Kernstück dieser Beiträge ist die unter der Be-treuung von Martin Wendland angefertigte Dissertation „Mes-sung von Dampfkonzentrationen in feuchten gasen", von der bisher zwei Teile veröffentlicht sind [1, 2]. In weiteren Beiträgen wurden auch Modellrechnungen zu Organic-Rankine-Cycle (ORC) Prozessen durchgeführt [3, 4].
Die Bestimmung der Konzentration von Dämpfen in gasen ist für viele technische Prozesse sowie auch im Umweltschutz wichtig. 3-D-Schnittmodell der selbst gebauten FTIR-Messzelle zur Bestimmung von Taupunkten herr Koglbauer hat in der hier vorgelegten Dissertation die Mes- feuchter Gase bei hohen Drücken sung von Wasserdampfkonzentrationen in Luft, Stickstof , Argon und Kohlendioxid bearbeitet. Ausgelöst wurde die Arbeit durch Die Entwicklung dieser neuen Messmethode war in mehrfacher das Problem der Speicherung erneuerbarer Energie. hinsicht eine herausforderung. Zunächst musste eine geeig-nete Messzelle konstruiert und gebaut werden, die für Drücke Eine Möglichkeit, Energie in Form von Druckluft bei ca. 100 bis 250 bar und Temperaturen bis 150°C ausgelegt wurde. Zu bar zu speichern, wurde im EU-Projekt „Advanced Adiabatic beachten war dabei auch die Materialauswahl, da viele Stähle Compressed Air Energy Storage" untersucht. Die aktuell anfal- durch feuchte gase unter den genannten Bedingungen korro-lende Energie wird zur Kompression von Luft verwendet. Der dieren. neben dieser maschinenbaulichen herausforderung komprimierten, heißen Druckluft wird dann Wärme entzogen, gab es noch das Problem der Erstellung und quantitativen Aus-und Wärme und Druckluft werden getrennt gespeichert. Wird wertung des Spektrums. Das neue Messverfahren wurde auch zu einem späteren Zeitpunkt Strom benötigt, wird die Druckluft schon zur Absolutbestimmung der Wasseraktivität eingesetzt, 22 / BOKU InSIghT 1 / 2008
deren Kenntnis für die haltbarkeit von Lebensmitteln wichtig Wenn der Klimaschutzbeauftragte des österreichischen Bun-ist. Ein bekanntes Beispiel ist die Schimmelbildung auf Brot bei deskanzlers, Andreas Wabl, richtig verstanden wurde, tendiert feuchter Lagerung.
auch er zu dieser Auffassung. Konstruktionszeichnung der FTIR-Messzelle, von Dr. Gerald Koglbauer Die weiteren thermodynamischen Beiträge beschäftigen sich Elektrische Leistung (schwarz), von außen übertragbare Wärme (blau) und thermischer mit Modellrechnungen zu ORC-Prozessen. Diese wurden Wirkungsgrad (braun) eines ORC-Prozesses als Funktion der Verdampfungstemperatur zunächst zur Auslegung von geothermischen Kraftwerken
durchgeführt und werden jetzt von einem anderen Dissertanten Literatur:
für ORC-Prozesse für höhere Temperaturen fortgesetzt. Diese [1] g. Koglbauer, M. Wendland, Water Vapor Concentration
Prozesse können in Kraft-Wärme-Kopplung bei der energeti- Enhancement in Compressed humid Air Measured by Fourier
schen nutzung von Biomasse zur Stromerzeugung eingesetzt Transform Infrared Spectroscopy, J. Chem. Eng. Data 52,
werden. In diesem Zusammenhang soll noch auf das Sonder- 1672-1677 (2007).
gutachten vom Mai 2007 zum Thema „Klimaschutz durch Bio-
masse" des von der deutschen Bundesregierung eingesetzten [2] g. Koglbauer and M. Wendland, Water Vapor Concentrati-
Sachverständigenrates für Umweltfragen verwiesen werden. on Enhancement in Compressed humid nitrogen, Argon, and
Dort heißt es, dass der sinnvollste Einsatz von Biomasse zum Carbon Dioxide Measured by FTIR Spectroscopy, J. Chem.
Klimaschutz erreicht wird, wenn man Biomasse verbrennt und Eng. Data 2007, online.
die so gewonnene Energie in Kraft-Wärme-Kopplungen nutzt.
[3] B. Saleh, g. Koglbauer, M. Wendland, J. Fischer, Working fluids for low temperature ORC-processes, Energy – The International Journal 32, 1210-1221 (2007) [4] g. Koglbauer, B. Saleh, M. Wendland, J. Fischer, Arbeits-medien für niedrigtemperatur-ORC-Prozesse. In: Institut für Elektrizitätswirtschaft und Energieinnovation: 9. Symposium Energieinnovation, 15. - 17. Februar 2006, TU graz, Öster-reich, 170 - 171; Verlag der Technischen Universität graz, graz (2006); ISBn 3-902465-30-1.
Kontakt:
Ao.Univ.Prof. Dr.-Ing. Martin Wendland, Department für Mate-rialwissenschaften und Prozesstechnik, Institut für Verfahrens- und Energietechnik, Muthgasse 107, 1190 Wien, +43 1 3709726-212, martin.wendland@boku.ac.at ORC-Prozess mit innerer Wärmeübertragung BOKU InSIghT 1 / 2008 / 23
Natürliche Malariabekämpfung
Tee statt Pillen: Blätter der Pflanze Artemisia annua

Bernhard Freyer Ein Forschungsprojekt, von der Magistratsdirektion der Stadt Wien/Auslandsbeziehungen finanziert, geht in Afrika Alternativen zur Malariabekämpfung nach. Daran beteiligt sind: Univ.Prof. Dr. Bernhard Freyer, BOKU; Dr. Monik Adriaens, Anthropologin, Biologin, Tooro Botanical garden (TBg), Fort Portal, Uganda; DI Rudy Lemmens, Anbauberater, Clovis Kabaseke, Mitarbeite-rInnen (TBg); WREFI (Western Rift Ecological Farming Institute); DI Patrick Ogwang, Pharmazeut, natural Chemotherapeutics Research Laboratory (nCRL). Malaria zählt in Afrika zu den am weitesten verbreiteten Krank- beit mit einer lokalen Frauengruppe. Über die Einrichtung des heiten, führt häufig zum Tode oder schwächt langfristig den Projektes war es möglich, 60 landlosen Frauen ein Einkommen Organismus und begünstigt damit andere Infektionen, etwa mit zu sichern und gleichzeitig den gesundheitsstatus in diesen gelbsucht oder AIDS. Die sozialen Auswirkungen sind verhee- Familien wesentlich zu erhöhen.
rend. neuerdings wird wieder der Einsatz von DDT zur Bekämp-fung ihrer Überträger diskutiert. Die nebenfolgen für Mensch In einer klinischen Studie wurden die Auswirkungen der und Umwelt wären dramatisch, der Export landwirtschaftlicher wöchentlichen Einnahme von Artemisia-Tee bei ArbeiterInnen in güter nach Europa würde zum Erliegen kommen.
einer Teeplantage über fünf Monate auf den Plasmodiumerre-ger im Blut getestet. Bei Einnahme des Tees wurde der Erreger Malariaprophylaxe – Alternativen gefragt
bei 9,1% der ProbandInnen gefunden, bei der Parallelgruppe waren es 51,6%, das entspricht einer Minderung um 82,4%.
Die klassische medikamentöse Malariaprophylaxe kann einer-
seits nicht dauerhaft angewandt werden, da sie zu verschiede- Artemisia – Marke Eigenbau
nen Schädigungen am Organismus führt, andererseits ist die
Medizin aus Kostengründen für die afrikanische Bevölkerung nicht Derzeit ist in ugandischen
zugänglich. Zudem nehmen Resistenzen gegenüber Chininderi- Apotheken Artenam, das
vaten zu. Eine Alternative bietet die Kultivierung und nutzung der pharmazeutisch zugelasse-
Blätter der Pflanze Artemisia annua in Form eines Tees.
ne Produkt mit dem Wirk-stoff Artemisinin, um ca. Ein mehrstufiges Forschungsprojekt in Uganda ging deshalb sieben Euro pro Packung folgenden Fragen nach: Welche Artemisia-Sorten sind für den erhältlich. „Europäische" Anbau geeignet, welche Trocknungsverfahren lassen eine Medizin – Lariam oder Ma-möglichst hohe Wirkstoffausbeute zu, wie wird eine Verfahren- larone – kostet zwischen Die Anthropologin und Botanikerin Dr. Monik skette vom Anbau bis zur herstellung von Teebeuteln gestaltet, 30 und 60 Euro und ihre Lemmens Adriaens verstarb unerwartet am 3.3.2008. Ihr ist der Erkenntnisfortschritt in was kostet der Tee im Verkauf und welche Wirkung hat er auf nebenwirkungen sind bei unserem gemeinsamen Projekt im Wesentli- chen zu verdanken. den gesundheitsstatus der AnwenderInnen? mehrmaliger Einnahme er-heblich. Das Durchschnittseinkommen einer Familie liegt unter einem Euro pro Tag. Damit ist die lokale Bevölkerung von einer In Feldversuchen wurde in einem mehrstufigen Screening mit Verwendung derartiger Mittel ausgeschlossen.
verschiedenen Artemisia-Varietäten nach Blattreichtum, spät-blühenden Eigenschaften sowie Artemisiningehalt selektiert. EAB (East African Botanicals) Ltd ist ein pharmazeutisches Die daraus hervorgegangene Sorte wurde für weitere Anbau- Unternehmen, das getrocknetes Artemisiapulver von den versuche sowie die Entwicklung eines marktfähigen Teepro- Farmern kauft. Der aktuelle Preis beträgt 1.400 Ugandan duktes verwendet. Für den Anbau hat sich die Stecklingskultur Shilling (Ush) per Kilogramm, das sind 0,60 Euro; der Preis für bewährt.
1 kg Pulver in Form von Teebeuteln liegt bei 37.500 Ush. nach Der großflächige Anbau, die Entwicklung eines solaren Trock- Abzug der Personal- und Verpackungskosten etc. liegt der nungsverfahrens und der Teebeutel erfolgte in Zusammenar- Profit noch immer bei über 2.000%.
24 / BOKU InSIghT 1 / 2008
Finanzielle Entlastung und Unabhängigkeit
Mit 1 kg Artemisiapulver zu 15,60 Euro kann sich eine Person
R4D UPDATE
über ein Jahr lang vor Malaria schützen. Das lokal hergestellte Artemisia kostet pro Jahr und Person nur 4,80 Euro. Artenam müsste ca. sechsmal angewendet werden, das wären 42 Euro. Eine derart hohe Dosierung führt rasch zur Resistenzbildung, während bei dem Artemisiapulver aufgrund der zusätzlich mehr Michael Hauser, als 600 anderen in der Pflanze enthaltenen Stoffe das Risiko DEV-FORUM BOKU deutlich geringer ist. Darüber hinaus können die Familien Arte-misia selbst kultivieren. Die Kosten liegen für eine Familie mit Malaria ist Armut
acht Personen dann unter einem Euro pro Jahr.
In Afrika stirbt alle 30 Sekunden ein Kind an den Folgen Die Verwendung von Artemisiatee zur Malariaprophylaxe ist von Malaria, obwohl die Krankheit vermeidbar und heil- damit kostengünstiger als jede andere Form der Vorbeugung. bar wäre. Doch die Präventions- und Behandlungskosten Die Kosten für die Anwendung bei Akutfällen (tägliche Teeauf- übersteigen oft die finanziellen Möglichkeiten einkom- nahme) liegen bei Verwendung des Artemisia-Tees bei 0,60 mensschwacher Familien in Entwicklungsländern. Die Euro pro Woche, ein Zehntel dessen, was ein heute erhältli- Malaria Foundation International spricht von bis zu einem ches pharmazeutisch zugelassenes Produkt auf Artemisinin- Viertel des Jahresverdienstes, welches arme Menschen Basis kostet.
für die Malariabehandlung aufwenden müssen. Auch des- halb erkrankt jedes Jahr von den 2,5 Milliarden Menschen, die weltweit in Risikogebieten leben, ein Fünftel schwer, eine Million Menschen stirbt an der Krankheit.
neben der menschlichen Tragödie, die Malaria mit sich bringt, wirkt sich die Erkrankung dramatisch auf die land-wirtschaftliche Produktivität aus. An Malaria erkrankte Menschen werden für Tage aus dem Arbeitsprozess geworfen, am Beginn der Regenzeit zu saisonalen Ar-beitsspitzen. Wird zu spät gepflanzt oder nicht rechtzeitig gejätet, sinken die landwirtschaftlichen Erträge, das Ein-kommen sinkt. Und je ärmer ein haushalt, desto verletz-barer sind seine Mitglieder durch Malaria. Für den Fachbereich „Forschung für Entwicklung" ist Mala-ria eine wichtige Querschnittsmaterie, die in fast allen For- Selektion der Stecklinge schungs- und Ausbildungsprojekten berücksichtigt werden Die Arbeit geht weiter
muss. Malaria beeinflusst Tierzuchtprogramme ebenso wie Im Anbau, der Aufbereitung und der Anwendung sind noch viele kleinbäuerliche Bewässerung oder die Umstellung auf öko- Fragen offen. Außerdem darf sich die Malariaprophylaxe nicht logische Landwirtschaft. Dabei ist Malaria kein Schicksal, auf Artemisia-Tee beschränken, sondern muss mit anderen sondern ein Symptom der Armut. Auch deshalb findet sich natürlichen Wirkstoffen ergänzt werden, auch um Resistenz- ihre Eindämmung in den Un-Millenniumszielen wieder. Üb- bildungen entgegenzuwirken. Denn eine dauerhafte 100%-ige rigens: Für die Malariaforschung werden laut Malaria R'n'D Prophylaxe gibt es nicht. Und aus juristischen Gründen kann Al iance jährlich rund 350 Mil ionen US Dol ar ausgegeben. der Tee nicht als Medizin angeboten werden.
Die wöchentlichen Kosten des Irakkrieges bezif erte der „Boston globe" 2006 mit zwei Milliarden. Kontakt:
Univ.Prof. Dipl.-Agr.Biol. Dr. Bernhard Freyer, Department für Research for Development Forum (DEV-FORUM), nachhaltige Agrarsysteme, Institut für Ökologischen Landbau, gregor-Mendel-Straße 33, 1180 Wien, gregor-Mendel-Straße 33, 1180 Wien, +43 1 47654-3751, BOKU InSIghT 1 / 2008 / 25
Vinzenz Schumy Ausbildungs- und
Förderungsziel:
Förderung von StudentInnen der Universität für Bodenkultur Wien bei der Erstellung einer Diplom- oder Dissertationsarbeit
mit agrarischem Thema mit Relevanz für das landwirtschaftliche genossenschaftswesen, bevorzugt aus den geschäftsbe-
reichen der Lagerhausgruppe.
- 2008 werden 5.000 EUR gestiftet* - zwei StudentInnen werden mit à 2.500 EUR unterstützt* - das Stiftungskuratorium trifft die Auswahl* - Bewerben können sich alle StudentInnen der BOKU in der ersten Forschungsphase (mindestens vorliegendes grundkonzept) einer Diplom- bzw. Dissertationsarbeit.
- Das Forschungsthema muss Relevanz für die geschäftsbereiche der modernen Lagerhausgenossenschaft (www.lagerhaus.at) haben.
- Eine persönliche Bewerbung ist Voraussetzung (Lebenslauf, Thema der Diplomarbeit/Dissertation, maximal dreiseitiges wissenschaftliches Konzept, Empfehlungsschreiben des Betreuers / der Betreuerin).
- In erster Linie laden wir finanziell förderungswürdige Studierende ein, sich zu bewerben. Die Ausschreibung wendet sich aber generell an alle Studierenden. Es ist auch kein Einkommensnachweis zu erbringen.
Einsendeschluss:
30.4.2008
an hermine Roth, Universität für Bodenkultur Wien, Forschungsservice,
gregor Mendel-Straße 33, 1180 Wien, hermine.roth@boku.ac.at
Die Entscheidung erfolgt innerhalb von zwei Monaten*. Die PreisträgerInnen werden schriftlich verständigt.
Preisverleihung:
Findet im Rahmen der akademischen Feier im herbst 2008 statt.
Stiftungskuratorium:
RWA genossenschaft: Mag. Klaus Buchleitner und Dr. Andreas galoppi (Vorstände); DI Dr. Johann Lang, ÖR Josef
Raffelsberger und ÖR Alois Pabst (Aufsichtsräte)
Vom Rektorat nominierte VertreterInnen der BOKU: Univ.Prof. Dr. Astrid Forneck (Department für Angewandte Pflanzen-
wissenschaften und Pflanzenbiotechnologie, Institut für Garten-, Obst- und Weinbau), Univ.Prof. Mag. Dr. Thomas Frank
(Department für Integrative Biologie und Biodiversitätsforschung, Institut für Zoologie)
Kontakt und Ansprechperson hinsichtlich Bewerbungskriterien:
Susanne Aigner, Vinzenz Schumy Ausbildungs- und Förderungsstiftung p. a. RWA Raif eisen
Ware Austria handel und Vermögensverwaltung reg. gen.m.b.h., Wienerbergstrasse 3,
1100 Wien, saigner@rwa.at, +43 1 60515-5680
* Das Stiftungskuratorium behält sich vor, die Förderung bei Nichterfüllung der hier beschriebenen Bewerbungskriterien bzw. bei unzureichend
einlangenden Bewerbungen gegebenenfalls zurückzubehalten. 26 / BOKU InSIghT 1 / 2008
Designing Shanghai
International Summer School 2007

„Better City - Better Life!" lautet das Motto, mit dem Shanghai für die Expo 2010 wirbt. Während die chinesische Metropole sich auf das großereignis vorbereitete, bot die Tongji University in Shanghai einer Auswahl internationaler Studierender die Möglichkeit, gemeinsam Ideen für eine „bessere Stadt" zu entwickeln. Die Zusammenarbeit des Instituts für Landschaftsarchitektur (ILA) unter der Leitung von Lilli Licka mit den chinesischen KollegInnen ermöglichte meine Teilnahme an dieser Veranstaltung.
Im August 2007 veranstaltete das College of Architecture and elemente einer Welle gleich heben, um den Weg freizugeben.
Urban Planning (CAUP) an der Tongji University Shanghai eine neben der neunutzung des Altbestands sieht der Entwurf Frei-zehntägige internationale Summer School unter dem Motto flächen vor, die subtil das Flair des Künstlerviertels unterstrei-„Urban Memory and Landscape". Es waren ca. 30 Studierende chen und auch ökologische Funktionen übernehmen, wie die und AbsolventInnen der Fächer Landschaftsarchitektur, Archi- Reinigung des Wassers aus dem stark verschmutzten Fluss. tektur und Urban Planning aus zehn nationen zugelassen.
Dazu werden Erholungsräume und Räume für Ausstellungen und performative Künste geschaffen. Der Workshop war als Wettbewerb organisiert. Sechs inter-disziplinäre gruppen entwickelten unter Bezugnahme auf die geschichte und die gegebenheiten des Ortes Konzepte und Entwürfe für eine 13 hektar große innerstädtische Industriebra-che am Ufer des Suzhou Creek. Die Resultate wurden schließ-lich einer Jury präsentiert, die ihre Entscheidung im Rahmen einer feierlichen Abschlusszeremonie bekannt gab. Erfreuli-cherweise konnte die Arbeit meines Teams überzeugen und wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
Der kulturelle Austausch und die intensiven Design Studios machten Ähnlichkeiten und Unterschiede im Entwerfen ein und desselben gebiets deutlich. Der Workshop war sehr gut orga-nisiert und das große Engagement der chinesischen Studieren- Blick vom Jin Mao Building auf den Stadtteil Pudong den war eine hilfreiche Unterstützung in einer faszinierenden Eine grundlegende Idee für unseren Entwurf ist Altes und neues und ungewohnten Stadt. Ohne sie wäre wohl manch spekta-bzw. Vergangenes und Bestehendes zu verlinken und die Erin- kuläre Unternehmung abseits des dichten Programms nicht so nerung an einen Ort der Begegnung wachzurufen. Fußläufige einfach zustande gekommen.
Verbindungen vernetzen das gebiet über den Suzhou Creek mit den anschließenden Wohnquartieren und dem benach-barten Künstlerquartier M50. Auch der Fluss selbst wird zum Kontakt:
verbindenden Element. Entlang des Wasserweges markieren Department für Raum, Landschaft und Infrastruktur, Institut für mobile Brückenkonstruktionen die Eintrittsstellen zum gebiet Landschaftsarchitektur (ILA), Peter-Jordan-Straße 65, und bereiten den auf Booten ankommenden BesucherInnen 1180 Wien, +43-1-47654-7220, office.ila@boku.ac.at, einen imposanten Empfang, indem sich die einzelnen Brücken- www.rali.boku.ac.at/426.html BOKU InSIghT 1 / 2008 / 27
City and Traffic
Ein internationaler Studentenworkshop mit Tradition

Wolfgang J. Berger, Andreas Kasper Im Jahr 1999 wurde das freie Wahlfach „Internationales Praktikum der Verkehrsplanung" an der BOKU eingeführt. Vom früheren Vizerektorat für Lehre wegen der geringen Prüfungszahlen mehrfach kritisch hinterfragt, soll der folgende Beitrag einen Eindruck vermitteln, was sich hinter dieser Lehrveranstaltung wirklich verbirgt.
Das Institut für Verkehrswesen (IVe) hat sich, nach 1999, bereits zum zweiten Mal der herausforderung gestellt, die Veranstaltung in Österreich abzuwickeln: Der zwölfte inter-nationale Workshop „City and Traffic" fand vom 8. bis 14. Juli 2007 in Tulln statt. Aus den ursprünglich vier teilnehmenden Ländern sind inzwischen wesentlich mehr geworden. In Tulln waren 39 Personen (11 BetreuerInnen und 28 Studierende) aus folgenden acht nationen vertreten: Deutschland, Litauen, Österreich, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Un-garn. ginge es rein nach dem Interesse, wäre der Workshop mindestens doppelt so groß, dann aber für die betroffenen Universitätsinstitute nicht mehr organisierbar. Deshalb müssen die Studierendenzahlen der einzelnen Länder strikt auf vier bis maximal fünf limitiert werden (die Erklärung für die eingangs Der internationale Workshop „City and Traffic" wurde von Hart- erwähnten geringen jährlichen Prüfungszahlen bei BOKU-Stu-mut Münch initiiert und erstmalig 1996 an der Fachhochschule dierenden).
Erfurt im Fachbereich Bauingenieurwesen durchgeführt. Seit-her findet er jedes Jahr für eine Woche im Juli statt. Im Rahmen Die TeilnehmerInnen trafen am Sonntag in Tulln ein und wur-des Workshops werden für städtische Bereiche, Plätze oder den bis Samstag in der Jugendherberge „Junges hotel Tulln" Straßenzüge, an denen reale verkehrliche Probleme bestehen, einquartiert. Für die Durchführung der Planungsarbeiten Verbesserungsvorschläge entwickelt, wobei die Fragen der öffnete von Montag bis Freitag die Sporthauptschule Tulln ihre Funktionalität und der Verkehrssicherheit wie auch jene des Pforten. Nach der offiziellen Begrüßung am Montagmorgen Ortsbilds zu beachten sind.
stellten VertreterInnen der Stadt Tulln ihre Stadt vor und die bereits Monate zuvor sorgfältig vorbereiteten Planungsaufga- Die Arbeit erfolgt in international durchmischten Kleingruppen. ben wurden erläutert. Die Besichtigung der Planungsgebiete So wird das Knüpfen und Verstärken internationaler Kontakte begann am nachmittag.
gefördert, was den Austausch einschlägiger Erfahrungen wesentlich erleichtert. Die im Workshop von den Studierenden Drei Teams hatten die Aufgabe, Vorschläge für die neuge-gemeinsam mit den Betreuern entwickelten Verbesserungsvor- staltung der Ortsdurchfahrt von Mollersdorf, einer kleinen Ort-schläge werden bei einer Abschlusspräsentation im Plenum schaft ca. sechs Kilometer nördlich von Tulln, zu erarbeiten. Die zur Diskussion gestellt. hier erfolgt die kritische Evaluierung Dorfstraße präsentierte sich zur Zeit des Workshops als etwa der Lösungsvorschläge. Auf diese Weise werden Studieren- 800 Meter lange Baustelle, da gerade Kanal, Wasser und neue den, Lehrenden und lokalen EntscheidungsträgerInnen die Stromleitungen für die Straßenbeleuchtung verlegt wurden. Die Bedeutung und auch die Problematik einer menschenverträg- neugestaltung sollte ein sicheres und verträgliches Miteinander lichen und sicheren Straßenraumgestaltung unmittelbar nahe von Fußgänger-, Fahrrad- und Kfz-Verkehr gewährleisten und gebracht. Die Organisation und die Finanzierung des Aufent- die günstige Anbindung an den öffentlichen Verkehr (Bushalte-halts der TeilnehmerInnen übernimmt traditionell das gastge- stellen) sicherstellen. Die Ansprüche der Bewohner (Vorgärten, berland; bisher waren es sieben verschiedene.
Parkplätze, hauszufahrten, aber auch die Situierung von Müll-Kleinsammelzentren, Sitzgelegenheiten, Spielplatz, Festplatz 28 / BOKU InSIghT 1 / 2008
für Dorffeste) waren ebenso zu berücksichtigen wie die Lage der neuen Kanaldeckel oder Stromkästen. Die durchgängige Befahrbarkeit mit Mähdreschern stellte eine weitere Bedingung dar.
WorkshopteilnehmerInnen 2007, Foto: Kasper Ein anderes Team war damit betraut, Varianten für den Umbau der Langenlebarner Straße, einer der haupteinfahrtsstraßen nach Tulln, zu entwickeln. Diese soll in naher Zukunft auf einer Länge von ca. 400 Metern ab einem schon geplanten Kreisver-kehr bis inklusive der Brücke über die Kleine Tulln neu gestaltet werden. Wiederum war das sichere und verträgliche Miteinan-der der verschiedenen gruppen von VerkehrsteilnehmerInnen die wesentliche Rahmenbedingung, wobei der Führung des Radverkehrs besondere Beachtung zu widmen war. Auf die sichere Anbindung des Verkehrs aus einigen Seitengassen war ebenso zu achten wie auf die Ansprüche der BewohnerInnen.
Verkehrswegetest in der Praxis, Foto: Kasper Eine besonders reizvolle Aufgabe hatten die Mitglieder der beiden restlichen Teams. Sie spielten die Rolle von Personen, Führungen durch Museen und Ausstellungen bildeten den kul-die mit dem Fahrrad in Tulln verschiedene Freizeitwege (als turellen Rahmen des Workshops, zu dessen Abschluss die Touristen, was den ausländischen TeilnehmerInnen naturge- Stadt Tulln zu einem Fest ins Aubad einlud. Bei Spanferkel mäß leicht fiel) und Erledigungen mit einem Fahrradanhänger wurde in ausgelassener Stimmung bis in die Morgenstunden absolvierten. Die Erfahrungen, die sie dabei bezüglich der Funk- des Abreisetags gefeiert.
tionalität des Radverkehrsnetzes und seiner Ausstattung mach-ten, wurden kritisch analysiert. Eine ganze Anzahl von Mängeln Der Stadtverwaltung sei an dieser Stelle herzlich für die gast-wurde dokumentiert und viele Vorschläge für Verbesserungen freundschaft sowie die organisatorische und finanzielle Unter-wurden ausgearbeitet, von der Beschilderung für Touristen bis stützung gedankt, ebenso wie den vielen weiteren Sponsoren zur „anhängergerechten" Planung von Radwegen.
– ohne sie wäre die Abwicklung einer Veranstaltung dieser grö-ßenordnung für ein kleines Universitätsinstitut nicht möglich. Die in vier arbeitsintensiven Tagen entwickelten Ergebnis-
poster wurden am Freitag im Festsaal der Sporthauptschule Link:
präsentiert und mit den verantwortlichen VertreterInnen der Website des Workshops mit Bildergalerie http://cityandtraffic.
Stadtverwaltung diskutiert. Diese nahmen die entwickelten Lö- ci.funpic.de/news.php
sungsvorschläge durchwegs positiv auf. Es wurde in Aussicht
gestellt, die Ideen eingehend zu prüfen und gegebenenfalls zu
verwirklichen. Und tatsächlich: Einige Wochen nach dem Work-
Kontakt:
shop dienten die Ergebnisposter der erstgenannten Teams als Ass.Prof. DI Dr. Wolfgang J. Berger, Department für Raum, grundlage für die BürgerInnenbesprechung in Mollersdorf, bei Landschaft und Infrastruktur, Institut für Verkehrswesen, der die endgültige gestaltung der Ortsdurchfahrt beschlossen Peter-Jordan-Straße 82, 1190 Wien, +43 1 47654-5306, wurde.
BOKU InSIghT 1 / 2008 / 29
Boku4You Studienberatung
Die Anlaufstel e für MaturantInnen

Bernadette Gruber Boku4You ist die Studienberatung der BOKU, die seit einem Jahr von Bernadette gruber geleitet wird, die selbst Landwirtschaft studiert und durch ihr Engagement in der Öh bereits zuvor viel Erfahrung sammeln und Einblick in alle Bereiche der BOKU-Studien gewinnen konnte. Für BOKU InSIghT berichtet sie über die laufenden Aktivitäten des Jahres 2008 und gibt Tipps zur Studienwahl.
FIT „Frauen in die Technik"
BeSt Wien: 6. bis 9. März 2008
Die BOKU unterstützt jedes Jahr die Initiative „Frauen in die Die BOKU beteiligt sich alljährlich an der größten Studienin-Technik" mit dem Ziel, Schülerinnen für technische Studien zu formationsmesse Österreichs. StudierendenvertreterInnen sensibilisieren, über Angebote zu informieren und mehr Frau- beraten von Donnerstag bis Sonntag über das Bachelor- und en für technische Studien zu begeistern. So gab es im Vorfeld Masterstudienangebot der BOKU.
der diesjährigen FIT-Aktionstage wieder viele Schulbesuche, bei welchen über das Programm informiert wurde. Interessierte Mädchen konnten sich für die FIT-Aktionstage anmelden und bei der Infomesse an der TU Wien Führungen, Vorträge etc. bei den teilnehmenden Universitäten, Fachhochschulen und Firmen buchen. Etwa 35 Mädchen besuchten am 6.2.2008 die BOKU. Wissenschaftlerinnen aus den Zweigen holz- und naturfasertechnologie und Kulturtechnik und Wasserwirtschaft gaben Einblicke in Arbeitsbereiche dieser beiden Bachelorstu-dien. Außerdem bestand erstmals die Möglichkeit, an einem Programmpunkt über das Masterstudium Wildtierökologie und -management teilzunehmen.
Wie wird Abwasser gereinigt und wie werden Schadstoffe aus
Trinkwasser entfernt? Mit welchen Verfahren bestimmt man die Bernadette Gruber (vo.li.) bei der Beratung auf der BeSt 2007
Wasserqualität? Auf diese und weitere Fragen lieferte Kirstin
Sleytr vom Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasser- BOKU Studieninfotag: 18. April 2008
wirtschaft und gewässerschutz Antworten. Am Institut für holz-
forschung erklärte Barbara hinterstoisser unter anderem, wie Der alljährlich stattfindende Studieninformationstag bietet Inte-
man das Alter von holz bestimmt, welche Analysetechniken ressierten die Möglichkeit, die BOKU einen Tag lang „hautnah"
man verwendet, um holzinhaltsstoffe zu charakterisieren und zu erleben und zu erkunden. neben einem vielfältigen Pro-
wie verschiedenste Substanzen aus holz gewonnen werden gramm an Schnuppervorlesungen sowie Instituts- und Labor-
können. Bei Ursula nopp-Mayr vom Institut für Wildbiologie besichtigungen zu allen acht Bachelorstudien gibt es gleichzei-
und Jagdwirtschaft erfuhren die Mädchen anhand konkreter tig den ganzen Tag über die Chance, sich individuell beraten zu
Beispiele, wie der Mensch Wildtiere und deren Lebensräume lassen und Fragen zum Studienalltag bzw. Studienbeginn an
beeinflusst oder wie man Daten über Wildtiere im Freiland sam- der BOKU zu klären.
melt. Die Mädchen waren durchwegs interessiert und begeis-
tert und konnten sich bei den Wissenschaftlerinnen auch über Weitere Informationen:
deren persönlichen Werdegang informieren.
Zwei Wochen vor der Veranstaltung auf www.boku4you.at 30 / BOKU InSIghT 1 / 2008
Die Qual der (Studien)Wahl
Für all jene, die im herbst ein BOKU-Studium beginnen Knapp 50% aller MaturantInnen werden im herbst ein hoch-wollen, bieten die Infozirkel am 9. und 16.6.2008 eine weite- schulstudium beginnen. neben der grundsätzlichen Entschei-re gute gelegenheit, sich zu informieren. Als Kick-off gibt es dung für ein Unistudium hat man in Österreich die „engere eine allgemeine Präsentation des Studienangebotes. Danach Wahl" zwischen 301 Diplomstudien und 211 Bachelorstudien.
stehen StudienvertreterInnen im Innenhof des gregor-Mendel- Wie schafft man es also, aus der vielfältigen Studienlandschaft hauses für persönliche gespräche bei Kaffee und Tee zur Ver- ein konkretes Studium auszuwählen? Für eine tragfähige fügung.
Studienentscheidung ist es hilfreich, sich mit zwei Dingen nä-her zu beschäftigen: den persönlichen Fähigkeiten, Interessen und Zielen und in der Folge mit der vorhandenen Studien- und Berufswelt und deren Ausbildungsgängen und Arbeitsfeldern.
Tipps zur Entscheidungsfindung:
Studieren – was bedeutet das?
Studieren heißt, wissenschaftlich arbeiten und denken zu
lernen. Ein hohes Maß an Engagement, Disziplin & Eigen-
verantwortung ist erforderlich, um die vorhandenen Frei-
heiten richtig zu nutzten. Die Entscheidung für ein Studium
hat weit reichende Konsequenzen: Zeitaufwand, Kosten
und Anforderungen sind unbedingt zu berücksichtigen. Ein
Studium liefert meist Fähigkeiten für ein breites Berufs-
Infozirkel: Beratung in entspannter Atmosphäre spektrum, aber ist nicht automatisch garant für einen Job. Wo liegen meine Stärken, Neigungen und Ziele?
Sich seiner persönlichen Fähigkeiten und Interessen be-
wusst zu werden, ist sehr wichtig, wenn man ein Studium Zweimal wöchentlich im Büro von Boku4You – die aktuellen anstrebt. Die Entscheidung für ein Studium bedeutet, die Termine werden auf der Website veröffentlicht, außerdem sind eigenen hohen Erwartungen mit der Realität in Einklang zu individuelle Terminvereinbarungen möglich. bringen. Dafür muss man sich umfassend informieren. Welche Informationsangebote gibt es?
Schulklassen sind herzlich eingeladen, Führungen und Vor- Wenn nach der Erstinformation mehrere Optionen übrig träge von Boku4You in Anspruch zu nehmen. Das jeweilige bleiben, ist es wichtig, Studieninhalte, Aufbau und Rah- Programm wird auf die besonderen Bedürfnisse der gruppen menbedingungen strukturiert zu vergleichen. Dabei helfen die Beratungseinrichtungen der Universitäten, wie etwa Bo-ku4You oder die Studienvertretungen der hochschülerIn- Jahresbericht Boku4You
nenschaft (Öh). An der BOKU kann man außerdem mittels Interesse an den vielfältigen Tätigkeiten und Aktionen von BLIS (BOKU-Lehre-Informationssystem) die Studienpläne Boku4You? Der Jahresbericht für das Studienjahr 2006/2007 auf Lehrveranstaltungsinhalte und -ziele durchforsten.
kann per E-Mail bestellt werden.
Wie sehen die ersten Schritte an der Uni aus?
Am Beginn des Studiums sind unzählige Wege zu erledi- Bernadette gruber, Boku4You, gregor-Mendel-Straße 33, 1180 gen: Immatrikulation, Bibliotheksausweis, Zusammenstel- Wien, 3. Stock, boku4you@boku.ac.at, www.boku4you.at len eines Stundenplans und vieles mehr… Bei Fragen dazu steht Boku4You gerne zur Verfügung. Um Studienanfänge- rInnen den Start zu erleichtern, bietet die Öh außerdem Österreichische hochschülerInnenschaft an der BOKU im herbst Erstsemestrigenberatung und zu Beginn jedes http://oeh.boku.ac.at, BLIS http://blis.boku.ac.at, Semesters Einführungstutorien an.
MaturantInnenberatung der BOKU www.boku4you.at BOKU InSIghT 1 / 2008 / 31
Erster Önologie-Bakkalaureus
Franz Schneider aus Halbturn erster Absolvent des Önologiestudiums

Franz Schneider aus halbturn im nördlichen Bürgenland hat im September 2007 als erster Student das Studium „Weinbau, Önolo-gie und Weinwirtschaft" erfolgreich absolviert. Das berufsorientierte Bachelorstudium gibt es an der BOKU seit 1. Oktober 2004.
Das Bachelorstudium bietet eine breite ingenieur- und wirt- In der burgenländischen heimat des frisch gebackenen Bakka-schaftswissenschaftliche Basisausbildung. Es vermittelt laureus ist dessen gesamte Familie mit dem Weinbau beschäf-naturwissenschaftliche, verfahrenstechnische und sozioökono- tigt. Während seine beiden Schwestern bereits gemeinsam mit mische Grundlagen sowie praxisrelevantes Wissen in den drei ihren Ehemännern renommierte Weingüter in halbturn und in Ausbildungsschwerpunkten Weinbau, Önologie und Weinwirt- Podersdorf etabliert haben, soll das elterliche Weingut in den schaft. Qualitätsorientierte, wirtschaftliche und nachhaltige Re- nächsten Jahren noch weiter modernisiert werden.
benkultivierung, Traubenproduktion und -verarbeitung, Keller- Franz Schneider und seine Kollegen sind mit dem Studium und technologie sowie Weinvermarktung prägen diese Ausbildung.
den betreuenden Wissenschaftlern sehr zufrieden und hoffen daher auf ein weiterführendes reguläres Masterstudium.
Franz Schneider hat im Laufe seines Studiums mehrere Stipendien aufgrund seiner Leistungen erhalten und konnte die internationale Ausrichtung der BOKU sowie die Unterstützung Bachelorstudium Weinbau, Önologie
der Professorin für Weinbau, Astrid Forneck, nutzen, um bei und Weinwirtschaft
Auslandspraktika sein Wissen abzurunden.
6 Semester / 180 ECTS Seine Abschlussarbeit verfasste Franz Schneider über den Abschluss: Bakkalaurea/Bakkalaureus der technischen Einfluss des Fachjournalismus auf den Weinabsatz. In den kommenden beiden Jahren wird er auch noch ein individuelles Masterstudium „Qualitätsweinbau und Marketing" absolvieren, in dessen Rahmen er derzeit einen Auslandsaufenthalt auf dem naturwissenschaftliche grundlagen, Verfahrenstechnik, Weingut Klein in Constantia/Südafrika absolviert.
Sozioökonomische grundlagen, Schwerpunkte: Wein-bau, Önologie, Ökonomik, Breites fachspezifisches Wahl- Zum erfolgreichen Studienabschluss gratulierte nicht nur die fachangebot (z.B. internationale Weine, Weltweinbau, amtierende Rektorin Ingela Bruner, sondern auch Altrektor Prädikatsweine, Biologie und Physiologie der Rebe, in- Manfried Welan. Schon vor 15 Jahren hätte es sich der da- tegrierter und ökologischer Rebschutz, Qualitätsoptimie- malige Rektor gewünscht, ein solches Studium an der BOKU rung), „Soft Skills" (Projektmanagement, Rhetorik und einzuführen – im Jahr 2004 ist das schließlich gelungen.
Präsentationstechnik, Fremdsprachen), Interdisziplinäre Projektstudien, Praktikum Weiterführende Studien:
Masterstudien Angewandte Pflanzenwissenschaften, Ag-
rar- und Ernährungswirtschaft, Lebensmittelwissenschaf-
ten und -technologie, Biotechnologie, Phytomedizin
geplant: Weinwissenschaft
Weitere Informationen:
Boku4You (Infofolder) www.boku.ac.at/boku4you,
Studiendekanat (Studienplan) www.boku.ac.at/1905.html,
BLIS++ (Studien- und Stundenplan, Lehrveranstaltungen)
http://blis.boku.ac.at
Rektorin DI Dr. Ingela Bruner gratuliert dem ersten Absolventen des Önologie-Studiums, Franz Schneider bakk.techn., Foto: Martina Lex 32 / BOKU InSIghT 1 / 2008
My second home
Projekt zur Integration internationaler Studierender an der BOKU

Johanna Heine Rund 17,5% aller Studierenden an der BOKU kommen aus einem anderen Land als Österreich. Für weniger als ein Drittel davon ist Deutsch die Muttersprache, viele andere müssen neben den kulturellen auch sprachliche herausforderungen bewältigen.
So gründeten engagierte Studierende im September 2007 das Projekt „My Second home", das eine Plattform zur Integration internationaler Studierender bieten soll. Als Studierendenini-tiative ist „My Second home" von der Öh BOKU organisiert und wird vom Zentrum für Internationale Beziehungen unter-stützt. „My Second Home" soll die „offiziellen" BOKU-Service- Einrichtungen direkt auf Studierendenebene ergänzen.
Das My-Second-Home-Team und einige der TeilnehmerInnen „My Second home" soll nicht nur als Anlaufstelle bei alltäglichen Fragen und Problemen internationaler Studierender dienen, treterInnen der Universitäten, von ngOs, aus Wirtschaft und sondern auch Kontakte zu Unternehmen, Politik, öffentlichen Politik über die herausforderungen von Integration und mögliche Institutionen und ngOs vermitteln, sodass die Studierenden im Ansätze. Die Ergebnisse sollen in einem handbuch veröffent-Rahmen von Workshops oder Praktika tieferen Einblick in die licht werden, das dem My-Second- home-Zentrum an der Öh österreichische Wirtschaft, Politik und gesellschaft bekommen als grundlage für die weitere Arbeit dient.
und ein netzwerk aufbauen können.
Falls Sie weitere Informationen wünschen, an einer Mitarbeit Am 13. und 14. Dezember 2007 fand der Auftakt-Workshop interessiert sind, Praktika anbieten können oder als Sponsor zu „My Second home" an der BOKU statt. Dabei diskutier- auftreten möchten, wenden Sie sich bitte an Lukas Wank: ten internationale und österreichische Studierende mit Ver- lukas_wank@gmx.at.
Vor etwa einem Jahr haben wir Sie an dieser Land and Regional Development, Environmental horticulture Stelle über ERASMUS-Intensivprogramme sowie VITA nOVA – nachhaltiges Entwicklungskonzept im Stift (IP) informiert. Dabei handelt es sich um ein Zwettl bzw. Kloster Klisura, Bulgarien. Daneben waren und/ Lehrprogramm von zwei bis sechs Wochen, bei dem Studie- oder sind wir als Partner an zahlreichen weiteren IPs beteiligt.
rende und Personal aus hochschulen von mindestens drei
teilnahmeberechtigten Ländern (EU-/EWR-Staaten, Türkei) IP-Anträge für das akademische Jahr 2008/2009 können noch
in einem bestimmten Fachbereich zusammenarbeiten. Durch bis zum 14.3.2008 bei der nationalagentur für Lebenslanges
IPs soll die internationale Vernetzung von Studierenden und Lernen eingereicht werden. Für weitere Fragen oder Unterstüt-
Lehrenden (ev. auch mit ExpertInnen außerhalb der Hoch- zung bei der Vorbereitung von IP-Anträgen steht Ihnen das ZIB
schulen) sowie die Verbreitung alternativer Lehrinhalte und gerne zur Verfügung.
-methoden angeregt werden. Die EU unterstützt derartige
Projekte mit bis zu 75 % der zuschussfähigen Projektkosten.
Die BOKU kann auf mehrere Jahre Erfahrung in der IP-Koor- Antragsformular: www.lebenslanges-lernen.at
dination zurückblicken. Die behandelten Themen umfassen:
Integrated Mountain Forests Management, Soil-microbe- Kontakt:
plan-interactions, Rhizotechnology for Enhancing Resource DI Johanna heine, Zentrum für Internationale Beziehungen,
Efficiency in Low Input Farming, Responsible Use of Soil and johanna.heine@boku.ac.at, +43 1 47654-2602
BOKU InSIghT 1 / 2008 / 33
EU-USA – ATLANTIS
(Actions for Transatlantic Links and Academic networks for Dr. Margarita Calerón-Peter, Zentrum für Internationale Bezie-Training and Integrated Studies) hungen, Peter-Jordan-Straße 82a, 1190 Wien, margarita.calderon-peter@boku.ac.at, +43 1 47654-2600 Einreichfrist: 2.4.2008
Die folgenden Aktivitäten können gefördert werden:
University of Minnesota
Transatlantische Konsortien für Studienentwicklung
Ziel ist die Entwicklung gemeinsamer Doppeldiplomprogram- Internationale Kooperation mit der BOKU:
me. Die maximale Gesamtförderung der EU für ein vierjähriges Neue Aktivitäten Rund 17,5% aller Studierenden an der
Projekt beträgt 408.000 bzw. 428.000 Euro, abhängig von der BOKU kommen aus einem anderen Land als Österreich. Für
Zahl der PartnerInnen im Konsortium.
weniger als ein Drittel davon ist Deutsch die Muttersprache, viele andere Projekte für Exzellenz in der Mobilität
müssen aber neben den kulturellen auch noch sprachliche Ziel ist die Förderung von kurzfristiger transatlantischer Mo- herausforderungen bewältigen.
bilität im Rahmen von gemeinsamen Curricula-Entwicklungs-projekten, die nicht auf ein Doppeldiplom abzielen. Konsortien, Die University of Minnesota ist die älteste Partneruniversität die ein derartiges Projekt einreichen, müssen ihre Erfahrung in der BOKU in den USA – das Partnerschaftsabkommen wurde transatlantischer Kooperation und Mobilitäten dokumentieren; bereits in den 1980ern abgeschlossen. Bisher gab es vor allem insbesondere im Rahmen von früheren EU-US-Projekten. Die Lehrenden- und Studierendenaustausch zwischen beiden maximale Gesamtförderung der EU für ein vierjähriges Projekt Universitäten; seit 2004 insbesondere im EU-USA-Projekt beträgt 180.000 Euro.
„Comparing US and EU Biotechnology, Foods Safety, and Regulatory Policies". Im Rahmen dieses Projekts wurde auch eine neue Fallstudie zum Thema gentechnisch veränderter Diese Aktion unterstützt multilaterale EU-US-Projekte und Akti- Organismen (gMO) für das global Seminar entwickelt, die über vitäten, die die Zusammenarbeit im hochschulbereich und der Videokonferenzschaltungen an den sechs Partneruniversitäten Lehrlingsausbildung fördern sollen. Die EU-Partner können um in Europa und den USA vernetzt ist.
eine Förderung von maximal 75% der Projektkosten der EU-Seite ansuchen, bis zu einem Maximalbetrag von 70.000 Euro Von 24.-30.1.2008 waren der Dekan des College of Food, für Projekte von maximal zwei Jahren Laufzeit.
Agriculture and natural Resources, Jay Bell, und der Auslands-büroleiter dieses Colleges, John Vreynes, an der BOKU, um neue gemeinsame Projekte zu planen. neben der Fortset- EU-Kanada – TEP
zung der bisherigen Aktivitäten steht auch ein gemeinsames (Transatlantic Exchange Partnerships) Doppeldiplomprogramm für Umweltwissenschaften zur Diskus-sion. Die bestehenden BOKU-Masterprogramme narmee und Enveuro könnten dafür den BOKU-Teil an Lehrveranstaltungen Die Ausschreibung fördert gemeinsame Joint-Study-Program- liefern.
me, die transatlantischen Studierenden- und Lehrendenaus-tausch planen. Insgesamt werden rund neun Projekte gefördert Erste gespräche mit VertreterInnen des Senats, des Zentrums werden, die im Oktober 2008 beginnen sollen. Die maximale für Lehre, des Studiendekanats und mit den beteiligten Pro-Förderung für die europäischen Partner beträgt 138.000 Euro grammbegleiterInnen verliefen vielversprechend. nächster für ein dreijähriges Projekt.
Schritt ist die Einreichung eines entsprechenden Projektan-trags im ATLAnTIS-Programm Anfang April. Auch bei nicht- Falls Sie einen Antrag in einem dieser beiden Programme pla- Bewilligung des Projekts wird das Ziel aber weiter verfolgt nen bzw. sich an einem derartigen Projekt beteiligen wollen, werden – BOKU InSIghT und das ZIB werden Sie auf dem melden Sie sich bitte bis spätestens Mitte März 2008 im ZIB Laufenden halten.
– wir beraten Sie gerne! Comparing US and EU Biotechnology, Foods Safety, and Re- Bewerbungsunterlagen ATLAnTIS und TEP gulatory Policies www.boku.ac.at/zib/euus 34 / BOKU InSIghT 1 / 2008
Internationales in Kürze
Altrektor Dürrstein neuer ÖAD-Präsident
Den ersten Aufruf zur Einreichung von Projekten im TEMPUS nach dem unerwarteten Ableben des IV-Programm und die TEMPUS-Informationstage in den Part- langjährigen Präsidenten des Öster-nerländern findet man auf http://ec.europa.eu/education.
reichischen Austauschdienstes (ÖAD) Alfred Ebenbauer hat die generalver- Einreichtermin für beide Projekttypen „Joint Projects" und sammlung des ÖAD am 11.12.2007
„Structural Measures": 28. April 2008.
den ehemaligen Rektor der BOKU hubert Dürrstein einstimmig zum neu- Für Tipps und Tricks bei der Antragstellung steht Ihnen das ZIB en Präsidenten gewählt. Am 7.2.2008 Univ.Prof. Dipl.-Fw. Dr. Hubert Dürrstein, Präsident des ÖAD, gerne zur Verfügung – bitte melden Sie sich bei Dr. Calderón- stellte er im Beisein von Wissen- Foto: ÖADPeter via E-Mail: margarita.calderon-peter@boku.ac.at schaftsminister Johannes hahn und BOKU-Rektorin Ingela Bruner als Vertreterin der Universitätenkonferenz seine Pläne für den ÖAD vor.
Prizes and Grants
Der ÖAD wurde 1961 als unabhängiger Verein zur Unterstüt- Internationaler Preis der Slowakischen Akademie der Wis- zung ausländischer Studierender in Österreich gegründet und
senschaften 2008 für besondere Leistungen auf den gebieten hat sich seither zu einem umfassenden Dienstleistungsanbieter
„technische Wissenschaft und Forschung" im Bereich der internationalen Bildungs- und Wissenschaftsko-operation entwickelt. Deshalb will Dürrstein die Arbeit seines Einzureichen bei der Slowakischen Akademie der Wissen- Vorgängers abschließen, den ÖAD in eine gmbh umzuwan- schaften bis 31.3.2008.
BOKU-Rektorin Ingela Bruner, die als Vertreterin der Österrei- KR Mag. Susanne Ranetzky, Direktorin des Österreichischen chischen Universitätenkonferenz zugegen war, gratulierte ihrem Kulturforums, pressburg-kf@bmeia.gv.at, +421 2 5930-1537, Vorgänger zu der neuen Position und bedankte sich für dessen Fax: +421 2 5443-1706, SK-811 01 Bratislava, Zelená 7 Unterstützung und Fairness. Sie betonte die Wertschätzung der Universitäten für die Arbeit des ÖAD und kündigte Wün- Konferenz: ECHAE 2008
sche für die Zukunft an.
Diese neunte Konferenz von EChAE wird sich auf folgende Themen konzentrieren: Bundesminister Johannes hahn würdigte den neuen Prä-sidenten als Innovator, der auf dem internationalen Parkett - Der Arbeitsmarkt für AbsolventInnen der Life Sciences: Ver- zuhause sei. Er betonte die Bedeutung nachhaltiger internatio- besserungen der Employability von graduierten: Fallstudien naler Beziehungen und stellte eine Ausweitung der Stipendien - Kompetenzen: Was graduierte wissen und können sollten in Aussicht. Obwohl Bundesminister hahn auf erste Erfolge bei und wie man ihre Entwicklung fördern kann der Lockerung des Fremdengesetzes verwies, betonte Präsi- - Qualitätskriterien: Bewertung von Learning Outcomes dent Dürrstein in seinem Abschluss-Statement seine Absicht, - neue Anforderungen für Personalentwicklung meistern sich für weitere Erleichterungen einzusetzen.
Die Konferenz findet an der Universität Lleida vom 2.-5. hubert Dürrstein ist Professor für Forsttechnik an der BOKU, September 2008 statt.
der er von 2003 bis 2007 als Rektor vorstand. Bereits während seines Studiums in München eignete er sich auch eine umfassende Wirtschaftsausbildung an, die er von 2001 bis Teresa López, ETSEA, Konferenz-Sekretariat, 2003 als Vizerektor für Ressourcen an der BOKU einbringen relex@ugc-etsea.udl.cat, + 34 973702514 und in den sechs Jahren seiner Rektoratstätigkeit für den terti-ären Bildungssektor einsetzen und erweitern konnte.
BOKU InSIghT 1 / 2008 / 35
Universitätsbibliothek
Neue TOP-Zeitschriften und Datenbanken 2008

Martina Hörl Zu den bereits an der BOKU vorhandenen nature-Zeitschriften Die Termine für das Schulungsprogramm der Universitätsbib-sind nun mit Jahresbeginn 2008 folgende weitere Titel verfüg- liothek für das kommende Sommersemester werden auf der bar: Webseite der Bibliothek und im Online-Veranstaltungskalender Die Zeitschrift „nature geoscience" in gedruckter Form im Zeit- bekannt gegeben.
schriftenlesesaal der hauptbibliothek, sowie das Journal „na-
ture Methods" (Journal Impact-Factor für 2006: 14.959), wel- Kontakt:
ches online im Volltext abrufbar ist. Weiters ist die Zeitschrift Mag. Martina hörl, Universitätsbibliothek Bodenkultur, Peter-
„Current Biology" (Journal Impact-Factor für 2006: 10.988) ab Jordan-Straße 82, 1190 Wien, +43 1 47654-2054
sofort als elektronische Volltextversion für die BOKU lizenziert martina.hoerl@boku.ac.at, www.boku.ac.at/bib.html
und online abrufbar.
Datenbanken
Die Universitätsbibliothek wurde vor kurzem wieder zu einem Faculty of 1000 Biology
Ort der künstlerischen Begegnung. Unter dem Titel „Ende gut – Die Universitätsbibliothek bietet ab sofort den Zugang zur Da- Anfang gut" präsentierte BOKU-Professor Ralph gretzmacher tenbank „Faculty of 1000 Biology" an. Dabei handelt es sich um am 21.1.2008 vor dem sehr zahlreich erschienenen Publikum eine Plattform, auf welcher kürzlich publizierte wissenschaftli- einen Querschnitt durch sein vielfältiges Werk.
che Artikel aus den Fachbereichen Biochemie, Bioinformatik, Biotechnologie, Mikrobiologie, Molekularbiologie u.a. aufgelis-tet werden, welche von über 1000 führenden Wissenschaftle-rInnen begutachtet, bewertet und ausgewählt wurden. Im ge-gensatz zu den „Journal Citation Reports", welche die gesamte Zeitschrift evaluieren, erfolgt hier die Bewertung und Auswahl der einzelnen Artikel. Es besteht auch die Möglichkeit, sich die „Most Viewed Top 10", „Current Top 10" sowie „All Time Top 10" der ausgewählten Artikel in einem Ranking anzeigen zu las-sen.
Vizerektor Dr. Lothar Matzenauer, Rektorin Dr. Ingela Bruner, Bibliotheksleiterin Mag. Martina Hörl (v.li.) bei der Ausstellungseröffnung von Ao.Univ.Prof. Dr. Ralph Gretzmacher (vorne re.), Foto: Beatrix Fuchs CAB Abstracts Archive
Für die sehr stark genutzte Datenbank „CAB Abstracts" wurde
eine Lizenz für die Archivdaten (CAB Abstracts Archive) erwor-
ben. Somit können ab sofort Literaturnachweise zurückgehend
bis zum Jahr 1900 in der Datenbank recherchiert werden.
Online-Zugänge
Der Zugang zu den neuen elektronischen Zeitschriften
(E-Journals) erfolgt wie gewohnt über die elektronische Zeit-
schriftenbibliothek (EZB).
Die neuen Datenbanken sind über das Datenbank-Info-System (DBIS) abrufbar.
Ass.Prof. DI Dr. Peter Cepuder, Gretzmacher, Em.Univ.Prof. Dr. Hartmut Gossow, Ao.Univ. Prof. DI Dr. Herbert Hager, Em.O.Univ.Prof. Dr. Dr.hc Manfried Welan, Foto: Beatrix Fuchs 36 / BOKU InSIghT 1 / 2008
Personalentwicklung
Internes Fortbildungsprogramm für die MitarbeiterInnen der BOKU Sommersemester 2008

„Populär und doch korrekt: Journalistisches Schreiben für Wis- „Führen und Steuern in Forschungsprojekten – Projektcoching senschafterInnen", Workshopleiter: Mag. Lukas Wieselberg für erfahrene ProjektleiterInnen", Workshopleiter: Mag. Martin Termine: 7.05. und 18.6.2008
gössler. Die nachmittage dieses Kurses können einzeln oder als gesamtpaket gebucht werden.
Termine: 9.04., 14.05. und 4.6.2008
„Wissenschaftliches Publizieren: Das Schreiben von naturwis-senschaftlichen Publikationen", Seminar:
Workshopleiterin: Dr. Eva Müller „Leiten und Managen von Verwaltungsprojekten im universitä- Termine: 5.5. und 16.6.2008
ren Kontext", Seminarleiterin: Mag. Dr. Maria Spindler
Termin: 24.-25.04.2008
MitarbeiterInnen allgemeines Personal
Workshop:
„Protokollführung", Workshopleiterin: Walburg Ernst MAS MSc
Seminar:
„Moderationen durchführen – Diskussionen anleiten", Seminarleiter: Mag. Bernhard Riener Mag. Elke hebenstreit, Personalentwicklung, Peter-Jordan-Straße 70, 1190 Wien, +43 1 47654-1220, Am 9. Februar 2008 verstarb im 100. Lebensjahr herr Emeritierter Ordentlicher Universitätsprofessor Dipl.-Ing. Dr.nat.techn. Walter BITTERLICH
- langjähriger Vorstand des Insituts für forstliche Ertragslehre - Begründer der Relaskoptechnik in der Waldmessung - Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse - des goldenen Ehrenzeichens des Landes Salzburg - des Tiroler Adlerordens in gold des Landes Tirol - der Verdienstmedaille der Marktgemeinde Reutte in Tirol - Ehrenmitglied der Society of American Foresters Die Universität für Bodenkultur Wien betrauert den heimgang des in so vielen Angelegenheiten der Universität enga- gierten, weltweit bekannten Forschers und Lehrers. Sie wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
BOKU InSIghT 1 / 2008 / 37
Gendersprache – schwere Sprache?
Teil 2

Der zweite Teil der Artikelserie zählt gute gründe zur Verwendung einer geschlechtergerechten Sprache auf und zeigt mit ersten Schritten, wie einfach geschlechtergerechtes Formulieren sein kann.
oder weiblicher (z.B. Krankenschwestern) Bezeichnungen gibt nicht die Realität wieder. Aus einem Text soll klar ersicht- In der letzten Ausgabe von BOKU InSIghT (4 / 2007, S. 33) lich sein, ob die handelnden Personen bzw. das Zielpublikum startete diese Artikelserie, um die notwendigkeit einer ge- Frauen oder Männer, oder ob beide geschlechter gemeint schlechtergerechten Sprache deutlich zu machen – mit einem sind.
gewinnspiel. Wir haben Ihnen eine geschichte über einen Unfall erzählt – und hier ist die Lösung: Frauen sollten sich nicht durch die einseitigen Verwendung Es handelt sich um die Mutter des Jungen, die ruft: „Das ist männlicher Bezeichnungen als sprachlich ausgeblendete mein Sohn!" Aus den Formulierungen „Team von Chirurgen", gruppe von Menschen fühlen müssen.
„diensthabenden Chirurgen" und „vom Chirurgenteam" wird jedoch stillschweigend angenommen, dass sich das Team Die Verwendung einer geschlechtergerechten Sprache soll ein ausschließlich aus Männern zusammensetzt. Durch diese deutliches Zeichen des Respekts für alle Menschen sein.
unpräzise Formulierung setzt sich schon bei diesem kurzen Text eine Vorstellung in unseren Köpfen fest, die nicht der Re- Weibliche Personen sollten nicht durch die Verwendung aus-alität entspricht.
schließlich männlicher Formen („generisches Maskulinum") nur „mitgemeint" werden. Durch die Verwendung einer Spra- Für die zahlreiche Einsendungen zum gewinnspiel und die che ausdrücklich mit weiblichen Personenbezeichnungen kann vielen positiven Kommentare zur geschlechtergerechten Spra- die Präsenz von Frauen gerade in Bereichen, in denen Frau-che ein sehr herzliches Dankeschön! en noch deutlich unterrepräsentiert sind (z.B. Technik und na-turwissenschaften, Führungspositionen), bewusst sichtbarer Die Preise gehen an:
gemacht werden.
1. Preis: ein USB-Stick mit 1 gB:
Sabine Bammer
Durch die Verwendung geschlechtergerechter Formulierungen 2. Preis: ein BOKU-Schlüsselanhänger Cable: sollen sich Frauen und Männer im gleichen Maße angespro- Bernhard Schuster
chen fühlen, deshalb sind auch beide ausdrücklich zu nennen. 3. Preis: ein glas Österreichischer Bienenhonig: Die sogenannte „Generalklausel", die zu Beginn eines Textes Karoline Eadie
feststellt, dass die zumeist in der männlichen Form gewählten personenbezogenen Bezeichnungen für beide geschlechter Zehn Gründe für die Verwendung einer gelten, ist daher nicht ausreichend.
geschlechtergerechten Sprache:
geschlechtergerecht formulieren bedeutet die Verwirklichung „Warum geschlechtergerecht formulieren? Das ist doch unnö- der gleichstellung von Frauen und Männern auf sprachlicher tig, kompliziert und typisch Emanze." hier nun die besten zehn Ebene als wichtigen Schritt zur Chancengleichheit.
gründe, die diese Aussage anschaulich widerlegen können: Sprache spielt in allen Lebensbereichen eine zentrale Rolle „geschlechtergerechte Sprache" bedeutet keine Benachteili- und spiegelt gesellschaftliche Wertehaltungen wieder. Die Ver-gungen für Männer, sondern dass Frauen und Männer gleich- wendung einer geschlechtergerechten Sprache macht daher wertig und symmetrisch präsent gemacht werden.
unsere heutige Weltanschauung deutlich, welcht die Men- Die ausschließliche Verwendung männlicher (z.B. Forscher) schenwürde und gleichbehandlung aller achtet. 38 / BOKU InSIghT 1 / 2008
Um der Forderung nach sprachlicher gleichbehandlung nach- Schreibweise mit dem „Binnen-I":
zukommen, braucht es keine umständlichen und langwierigen ein/e ForscherIn; der/die VertragsassistentIn; die Arbeitneh-
Formulierungen. Wie die nachfolgenden „Ersten Schritte" zei- merInnen
gen werden, kann auch bei Verwendung geschlechtergerechter
Formulierungen ein kurzer und gut lesbarer Text entstehen.
Übereinstimmung mit dem grammatischen Geschlecht:
„Frau Bauer ist Studentin." „herr huber ist Student." „Auftrag-
Die Anwendung einer geschlechtergerechten Sprache bedeu- geberin ist die Universität für Bodenkultur Wien."
tet nicht nur politische Korrektheit, sondern auch die Einhaltung
von rechtlichen normen wie z.B. des Ug 2002 (§ 2 Z. 9, § 3 Verwendung geschlechtsneutraler Bezeichnungen:
Z. 9 „gleichstellung von Frauen und Männern") als auch des die Studierenden, das Mitglied, die Person, das Lehrpersonal,
Frauenförderungsplans der BOKU als Teil der Satzung (§ 7 die Bürokraft, das gremium, das Projektteam, der Vorsitz, die
„gebrauch einer geschlechtergerechten Sprache").
Sichtbarmachen des Geschlechts durch den Artikel, ein
Attribut, die Endsilben eines Wortes oder Bezeichnungen mit
geschlechtstragender Bedeutung: eine Studierende/ein Studie-
Ein paar Tipps zur sprachlichen gleichbehandlung: render; alle weiblichen Lehrenden/alle männlichen Lehrenden; Doktorin/Doktor; Vereinsobfrau/Vereinsobmann Explizite Verwendung der weiblichen und männlichen
Form („Vollständige Paarform")
Mit den Konjunktionen „und",
„oder", „bzw.": eine Studentin bzw. ein Student; die Mitarbeite- Kontakt und Hilfestellung
rinnen und Mitarbeiter; Forscherinnen oder Forscher
Mit Schrägstrich: die Institutsvorständin/der Institutsvorstand; Auch bei den ersten, vielleicht noch unsicheren Schritten gibt
eine Dozentin/ein Dozent; die Professorinnen/die Professoren
es hilfe: Bitte wenden Sie sich daher gerne mit allen Fragen zur Verwendung einer geschlechtergerechten Sprache an die Schrägstrich innerhalb eines Wortes,
Koordinationsstelle für gleichstellung und gender Studies.
die weibliche und die männliche Endung werden durch einen
Schrägstrich getrennt angeführt: ein/e Professor/in; der/die Kontakt:
Student/in; die Kolleg/innen/en
Mag. Eva Ploss, Koordinationsstelle für gleichstellung und gender Studies, eva.ploss@boku.ac.at, +43 47654-1042; www.boku.ac.at/7709.html Instant, Design gmbh Schleifmühlgasse 9/10, 1040 Wien Universität für Bodenkultur Wien +43 1 5952250-20, Fax: -15, ISDN: -21 gregor-Mendel-Straße 33, 1180 Wien Holzhausen, Druck + Medien
DI Hannelore Schopfhauser (Chefredakteurin), +43 1 47654-1051, Fax -1059 holzhausenplatz 1, 1140 Wien hermine Roth (Forschungsredaktion), +43 1 47654-2604 Kaiser-Franz-Josef-Straße 21, 1230 Wien Erscheinungstermin: März 2008
+43 1 8860460-0, Fax: -28 Blattlinie:
BOKU InSIghT versteht sich als Informationsmedium für Angehörige und Freunde der Univer- sität für Bodenkultur Wien und soll die interne und externe Kommunikation fördern.
namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung der Autorin oder des Autors wieder und Redaktionsschluss: 28. April 2008, Anzeigenschluss: 21. Mai 2008 müssen mit der Auffassung der Redaktion nicht übereinstimmen. Redaktionelle Bearbeitung 3/September 2008: und Kürzung von Beiträgen aus Platzgründen vorbehalten.
Redaktionsschluss: 4. August 2008, Anzeigenschluss: 5. September 2008 Forschungsbeiträge senden Sie bitte an den Forschungsservice der BOKU, hermine.roth@ Redaktionsschluss: 3. november 2008, Anzeigenschluss: 5. Dezember 2007 boku.ac.at, alle anderen Beiträge an insight@boku.ac.at.
Coverfoto: Pulsatilla, Sabine Plenk
BOKU InSIghT 1 / 2008 / 39
BOKU-Ball 2008
Glanzvol es Fest in der Hofburg

Fotos: Franz Steininger Am 24. Jänner 2008 ging der bereits traditionelle BOKU-Ball über die Bühne, den die hochschülerInnenschaft BOKU alljährlich organisiert. Der Ball ist für seine offene Atmosphäre bekannt, die den geist der BOKU widerspiegelt – ein erfrischender Kontrast zum noblen Ambiente der hofburg. Als Reminiszenz an die zahlreichen Studierenden aus ganz Österreich steht das Fest jedes Jahr unter dem Motto eines Bundeslandes, 2008 war das Oberösterreich.
Die Öh BOKU ist wieder einmal mit Recht stolz auf eine gelungene rauschende Ballnacht in der hofburg, in deren Rahmen ein Scheck in höhe von 2.000 Euro als Spende an die Österreichische Kinderkrebshilfe überreicht werden konnte.
Einzug der Damen und Herren des Eröffnungskomitees, in der für den BOKU-Ball traditionel- Das ÖH-BOKU-Vorsitzteam: Wolfgang Grenzfurtner, Thomas Neubauer, Maria Mursch len Tracht Einzug des Ehrenkomitees, angeführt von Vizerektor Dr. Lothar Matzenauer und Gattin Traditionelle Mitternachtseinlage im Festsaal der Hofburg: Publikumstanz mit Volkstänzen aus Oberösterreich, entsprechend dem Motto des heurigen Balles Link:
Zahlreiche weitere Ballfotos von Franz Steininger, der Mitglied
des Organisationsteams ist, finden Sie im Internet unter
http://gallery.pscht.at.
Kontakt:
Öh BOKU – Ballteam, bokuball@oehboku.at,
http://ball.boku.ac.at
Auch heuer gewährte der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasser- wirtschaft, DI Dr. Josef Pröll dem BOKU-Ball den Ehrenschutz

Source: http://www.boku.ac.at/fileadmin/_/newsletter/BO_insight8_WEB.pdf

Diabetes

Tom Rustom 25/09/2013 TYPE 2 DIABETES AND ITS MANAGEMENT (ALL THE BORING BITS THAT EVERYONE ALWAYS FORGETS, ESPECIALLY THE DRUGS) BLOOD GLUCOSE LOWERING THERAPY  Metformin (Glucophage, Glumetza, Riomet)  1st line in treatment of T2DM (after lifestyle change)  Suppresses appetite (useful in overweight patients)  Does not cause hypoglycaemia  S/Es – gastrointestinal, lactic acidosis

Antibodies to amino acid 200–239 (p200) of ro52 as serological markers for the risk of developing congenital heart block

Clinical and Experimental Immunology Antibodies to amino acid 200–239 (p200) of Ro52 as serologicalmarkers for the risk of developing congenital heart block L. Strandberg,*,** O. Winqvist,†,** S.-E. Sonesson,‡ S. Mohseni,† Maternal autoantibodies to the p200-epitope of Ro52 have been suggested to S. Salomonsson,* K. Bremme,‡ correlate with development of congenital heart block. The aim of the present